https://www.faz.net/-gyl-79xro

Darlehen im Test : Auf die Zinsen von Studienkrediten achten

  • Aktualisiert am

Im Hörsaal zu sitzen muss man sich auch leisten können: Wie finanzieren? Bild: AP

Studienkredite sollen auch Frauen und Männer aus finanzschwächeren Familien den Zugang zu Universitäten ermöglichen. Doch Interessenten sollten das Kleingedruckte sorgfältig studieren: Die Zinsen variieren erheblich und es lauern Fallen.

          1 Min.

          Der Gedanke klingt gut: Studienkredite sollen auch Frauen und Männer aus finanzschwächeren Familien den Zugang zu Universitäten ermöglichen. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland einen Markt für diese speziellen Finanzprodukte. Allerdings unterscheiden sie sich zum Teil erheblich in den Kosten. Deshalb sollten Studenten bei Studienkrediten auf die Rückzahlungszinsen achten. Bei Zinssätzen gebe es Unterschiede zwischen 1,3 und 8,9 Prozent, erklärten die Autoren des aktuellen CHE-Studienkredit-Testes.

          Die Testautoren raten Studenten, auch das Kleingedruckte der Verträge stets sorgfältig zu prüfen: Denn der Zinssatz der Rückzahlungsphase etwa wird bei manchen Anbietern erst nach dem Studium vereinbart. Zum Beispiel die Deutsche Bank sowie die Sparkassen Essen, Herford, Leipzig, Lübeck und Bodensee lassen die Rückzahlungsmodalitäten zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses offen und legen die Zinshöhe erst bei Fälligkeit des Kredits fest. Der Zinssatz für die Rückzahlungsphase ist allerdings eine entscheidende Stellschraube: Er bezieht sich auf die gesamte bis dahin ausgezahlte Darlehenssumme, und die Rückzahlung dauert deutlich länger als die Auszahlung.

          Die Hälfte der Verträge sind KfW-Kredite

          Unter den Studienkrediten sind vor allem staatliche Anbieter beliebt: Die Hälfte der rund 50.000 jährlich abgeschlossenen Verträge war im vergangenen Jahr ein KfW-Studienkredit. Mit maximal 650 Euro je Monat fördert der KfW-Kredit auch Zweitstudiengänge, Weiterbildung und Promotionsvorhaben. 19.000 Abschlüsse verzeichnete der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes, der in fortgeschrittenen Studienphasen einen Abschluss ermöglichen soll.

          Insgesamt stehen in Deutschland ungefähr 850 Millionen Euro für Studienkredite zur Verfügung. Sie werden bereitgehalten von staatlichen Anbietern, Studentenwerken, bundesweit tätigen Banken, regional verankerten Sparkassen und Volks-/Raiffeisenbanken sowie Bildungsfonds.

          Weitere Themen

          Dax-Konzernchefs verdienen weniger

          Studie : Dax-Konzernchefs verdienen weniger

          Die Gehälter der Chefs der 30 größten Konzerne in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 2 Prozent gesunken. Das betrifft allerdings nur die gewährten und nicht die ausgezahlten Gehälter.

          Fast niemand will mehr Manager werden

          Studie : Fast niemand will mehr Manager werden

          Es breitet sich die Manager-Müdigkeit aus: Beruflich wollen in Zukunft nur noch wenige eine Führungsposition übernehmen, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren mahnen die Unternehmen auf zu handeln.

          Topmeldungen

          Hoffnung auf Einigung : Trump bläst den Handelskrieg ab

          Der Präsident meldet, ein Kompromiss mit China im Handelsstreit sei kurz vor dem Abschluss: „Sie wollen es, und wir wollen es auch!“

          Klima-Doku „Steigende Pegel“ : Das Meer kommt

          Drei Millimeter pro Jahr steigt das Meer zurzeit, das klingt für viele Menschen nach gar nichts. Was es wirklich bedeutet, zeigt die Dokumentation „Steigende Pegel“ bei 3sat. Die Folgen sind schon jetzt dramatisch.
          Das war einmal eine Tankstelle in Teheran. Sie wurde bei den Protesten zerstört, Benzin gibt es sowieso nur noch zur Phantasiepreisen.

          Proteste in Iran : Niemand weiß, wie viele starben

          Seit Wochen protestieren die Iraner gegen ihre Regierung, die sie vergessen hat. In den sozialen Netzwerken tobt ein Sturm. Was als Probeaufstand eingefädelt war, wurde zur Explosion in der Armutsfalle.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.