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Studie unter Studenten : Cannabis-Konsum sorgt für schlechte Noten

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Cannabis sorgt bei Studenten für schlechtere Noten: Forscher wollen das in einer groß angelegten Studie nachgewiesen haben. Bild: dpa

Studenten, die Cannabis konsumieren, haben schlechtere Noten. Besonders großen Einfluss hat das Rauschmittel auf die Zensuren in Fächern mit mathematischem Anteil.

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          Der Konsum von Cannabis führt bei Studenten zu schlechteren Prüfungsnoten. Dies berichtet die britische Tageszeitung „The Guardian“ und beruft sich dabei auf eine Studie an der Universität Maastricht. Für die Studie untersuchten Olivier Marie von der niederländischen Universität und Ulf Zölitz vom Forschungsinstitut zur Zukunft der in Bonn die Auswirkungen des Rauschmittels auf die Prüfungsleistungen von Studenten.

          Dazu werteten die Forscher Datensätze von 54.000 Studenten aus aller Welt aus, die an der Maastrichter Universität eingeschrieben waren. Die Hochschule habe sich besonders gut für die Studie geeignet, da dort seit 2011 zeitweise der Verkauf von Cannabis an Touristen komplett verboten worden war, so die Wissenschaftler.

          Denn so war es möglich, die Leistungen der Studenten vor und nach dem Verbot miteinander  zu vergleichen. Dabei kamen Marie und Zölitz zu dem Ergebnis, dass Studenten, die nach dem Verbot nicht mehr legal Cannabis kaufen konnten, bessere Prüfungsnoten erzielten. Studenten, die kein Cannabis mehr konsumierten, erhöhten ihre Chancen, ihre Prüfungen zu bestehen, demnach um fünf Prozent.

          Bei Studenten mit schlechten Leistungen sei der Unterschied besonders gewesen: Durch den Verzicht auf das Rauschmittel erhöhten sie ihre Chancen, ihre Examina zu bestehen, um 7,6 Prozent. Den Wissenschaftlern zufolge sei der Effekt besonders bei Studierenden in Fächern mit mathematischem Anteil groß gewesen, teilweise sogar um das Fünffache.

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