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Studenten-Spezial : Lieber eine große Uni oder eine kleine?

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Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, sagt, die Studienwahl solle „fundiert und eindeutig“ sein. Irgendwas studieren - das gehe meistens schief. „Dann ist der Studienabbruch häufig programmiert. Das kostet nicht nur Lebenszeit, sondern auch Geld in Form von Unterhalt, Bafög oder entgangenem früherem Berufseinkommen.“ Ein Fehler in der Studienwahl könne zwar mal vorkommen, „aber er sollte rasch erkannt werden und nicht erst bei weit fortgeschrittener Semesterzahl“. Aber Tücken bei der Suche gibt es viele. Wer zum Beispiel einen Numerus Clausus verfehlt hat und von einer Hochschule abgelehnt wird, sucht sich wahrscheinlich eine andere, die es nicht so ernst sieht und ihn nimmt - womöglich ohne ausreichend darauf zu achten, ob er da überhaupt hinpasst. Nach derartigen Ausweichmanövern könne man schon mal „fern von Gut und Böse landen“, sagt Berater Bohlken. Und Neu-Studenten, die alle geforderten Zulassungskriterien erfüllen, neigten dazu, Hochschulen nach deren Ranking auszuwählen. Dann entscheidet die Reputation, nicht die persönliche Vorliebe.

Viele bleiben bei den Eltern - da ist es billig

Am Ende landet einer, der nicht für die Massenuniversität taugt, genau dort. Und wundert sich. Er kann sich dabei auch auf einem Preisniveau wiederfinden, das ihn überfordert. Wer zum Beispiel in München studieren möchte - um ein Symbol für sehr kostspieliges städtisches Studentenleben herauszunehmen -, weil er die Zusage einer der renommierten Hochschulen dort hat, der sollte wissen, worauf er sich einlässt. Und was er sich leisten kann.

Ihn sollte auch nicht überraschen, dass hier mehr als 4000 Studenten auf einer Warteliste stehen, um eines der begehrten Zimmer im Wohnheim des Studentenwerks zu bekommen. Beim Studentenwerk selbst heißt es allerdings, dass die meisten „in relativer Nähe zum Elternhaus“ studierten. „Für viele spielt auch eine Rolle, wo Freunde studieren.“ Immerhin dürfte es im Elternhaus so oder so billiger sein. Auch Marco Blasczyk von der Studienberatung in Frankfurt berichtet, dass die meisten nach der Schule ganz in der Nähe bleiben.

An den Universitäten in den Ballungsräumen kämen 60 bis 80 Prozent der Studenten aus der Region. Jedenfalls bei den Bachelor-Studiengängen. Das sei auch eine Frage der Finanzierbarkeit des Studiums. Erst wenn es um den Master-Abschluss gehe, suchten deutlich mehr Studenten das Weite, um bei den besten Lehr- oder Forschungsangeboten zuzugreifen. Nur bei wenigen Fächern wie Wirtschaftswissenschaften, Jura, Medizin oder Pharmazie sei das schon früher der Fall: Hier lockten ferne Universitäten oft vom ersten Semester an zum Verlassen der Heimat - vor allem der späteren Karriere wegen.

Informationen zur Studien- und Berufswahl: www.studienwahl.de; zur Suche der richtigen Hochschule und des Fachs: www.hochschulkompass.de; für Bewerbungen bei Zulassungsbeschränkungen: www.hochschulstart.de

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