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Studierende im Wahlkampf : „Meine Generation hat eine Lobby verdient“

  • -Aktualisiert am

Diskussionsfreudig: Jakob Blasel, Klimaaktivist bei Fridays for Future und Bundestagskandidat der Grünen, auf einer Wahlkampfveranstaltung in Geesthacht bei Hamburg Bild: Niklas Grapatin

Zur Bundestagswahl treten auch viele Studenten an. Wie wollen sie den Bundestag bereichern? Unterwegs im Wahlkampf mit U-25-Kandidaten.

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          Für einen kurzen Moment sind sich auf der Bühne im schleswig-holsteinischen Rendsburg plötzlich alle einig: CDU, SPD, Grüne, SSW und FDP. Gleich werden sie wieder leidenschaftlich diskutieren und streiten, aber jetzt herrscht große Einigkeit. Irgendwie irritierend – wann passiert das bitte schon? Die Vertreter der Jugendorganisationen der Parteien sind an diesem Morgen im September zu Gast an einer Schule, nicht weit von Kiel. Der Schüler, der die Podiumsdiskussion moderiert, hatte die Kandidaten gefragt, ob sie für ein elternunabhängiges Bafög sind, also dafür, dass Studierende finanzielle Hilfe bekommen, ganz egal, wie gut ihre Eltern verdienen. Und sie alle auf der Bühne, selbst zwischen 20 und Anfang 30 Jahre alt, sind nun eindeutig dafür.

          In diesem Moment zeigt sich, wie anders Jungpolitiker auf die Dinge schauen können als ihre älteren Kollegen. Denn in den Mutterparteien sieht die Meinungslage zu dem Thema ganz anders aus. Das mag daran liegen, dass ihre Lebenswelt eine andere ist und das Thema Bafög für die Jungpolitiker deutlich näher ist als für ältere Parteifreunde. Fast alle, die hier auf der Bühne stehen, studieren noch. Das Durchschnittsalter der Mitglieder des Bundestages lag zu Beginn der Legislaturperiode hingegen bei knapp 50 Jahren, der jüngste Abgeordnete ist 28 Jahre alt.

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