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World Economic Forum : Frauen verbessern Teilhabe - aber nicht in Deutschland

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Viele Männer, wenige Frauen: Nicht nur bei den Sondierungsgesprächen zwischen Union und SPD ist das in Deutschland noch vielerorts der Fall. Bild: dpa

Frauen haben ihre ökonomische und politische Teilhabe im vergangenen Jahr fast überall auf der Welt verbessert. Nur in Deutschland nicht, befindet das World Economic Forum in einer Studie. Im Vergleich der G-20-Staaten steht Deutschland dagegen gut da.

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          Die Ungleichheit der Geschlechter auf der Welt hat nach Angaben des World Economic Forums in diesem Jahr leicht abgenommen; Gleichheit zwischen Männern und Frauen sei dennoch nirgendwo auf der Welt bislang erreicht. Das geht aus dem an diesem Freitag veröffentlichten „Global Gender Gap Report“ hervor.

          Insgesamt befindet das Ranking von 136 Ländern, es gebe „definitive, wenn nicht universelle Verbesserungen“ bei der Partizipation von Frauen. Von denjenigen Ländern, die sowohl in diesem als auch im vergangenen Jahr in dem Ranking vorkamen, haben sich 86 verbessert. Das Ranking orientiert sich an vier Kriterien: Ökonomische Partizipation und Chancen, Bildungsbeteiligung, Gesundheit und Lebenserwartung und politische Teilhabe.

          Deutschland bei G 20 vorn - und trotzdem mit Rückschritt

          Deutschland allerdings gehört zu denjenigen Staaten, die sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnten: Hierzulande hat sich die Lücke zwischen den Geschlechtern wieder leicht vergrößert, wie das Word Economic Forum berichtet: Platz 14 erreicht Deutschland unter allen gerankten Staaten, nach Platz 13 im Jahr zuvor.

          Das geht gegen den allgemeinen Trend; trotzdem steht die Bundesrepublik damit noch immer nicht wirklich schlecht da, erreicht sie doch unter den G 20 Staaten weiterhin die beste Plazierung.

          Wenig überraschend ist, dass die nordeuropäischen Länder in Sachen Gleichberechtigung von Männern und Frauen die Nase ganz vorn haben: Island steht auf Platz 1, wie schon in den Jahren zuvor, gefolgt von Finnland, Norwegen und Schweden. Dank großzügiger Elternzeit-Regelungen und flexibler Arbeitszeiten und dank flächendeckender und günstiger Kinderbetreuungsmöglichkeiten partizipieren Frauen in Skandinavien besonders stark am Arbeitsmarkt.

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