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Wir bauen den ICx : Der Firmenkoordinator

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Christoph Kolter: „Am Anfang war ich überrascht, wie komplex so ein Zug ist.“ Bild: Archiv

Der Hochgeschwindigkeitszug ICx gilt als das Paradeprojekt der deutschen Bahnindustrie. Vier Siemens-Ingenieure erzählen von den Herausforderungen des Projekts. Christoph Kolter ist der Firmenkoordinator.

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          Siemens ist Generalunternehmer für den ICx, wir arbeiten allerdings eng mit der Firma Bombardier zusammen. Ich bin zuständig für die übergreifende Koordination mit diesem Partner. Zum Beispiel erbringen beide Häuser viele Konstruktionsleistungen. Da muss man aufpassen, dass das Teil, das der eine konstruiert, auch an das Teil des anderen passt.

          Ein Beispiel: Rohbau und Innenausbau. Wenn ich die Sitze montiere und die Türen einbringe, dann muss das alles in den Rohbau, den Stahlteil, hineinpassen. Es gibt viele Schnittstellen, die anzupassen sind, quer durch den ganzen Zug hindurch, sowohl elektrisch wie auch mechanisch. Der Abstimmungsbedarf ist deshalb sehr hoch.

          So ein Zug ist ein komplexes Gebilde, und ich gebe offen zu: Am Anfang war ich überrascht, wie komplex es wirklich ist. Aber die Arbeit macht mir Spaß. In meinem Studium, ich habe in Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen studiert, stand die Bahnindustrie für mich nicht an erster Stelle. Ich wollte was machen in der Industrie mit Technikbezug.

          An der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik

          Über Wirtschaftsingenieure gibt es ja geteilte Auffassungen. Die einen sagen, der kann nichts richtig. Aber man kann das auch positiv sehen. Wirtschaftsingenieure sitzen an der Schnittstelle zwischen kaufmännischen und technischen Themen. Und das war auch meine Motivation.

          Beim ICx-Projekt ist eine Sache besonders attraktiv: Die Aussicht, einen Zug zu bauen, der auch in unserem eigenen Land fährt und einen erheblichen Teil des Fernverkehrs abdecken wird. Es ist nicht so abstrakt, wie beispielsweise in Malaysia eine Kläranlage zu bauen. Es geht um ein Produkt, das von uns selbst und unseren Kindern genutzt wird.

          Dazu kommen die vielen verschiedenen Aspekte der Arbeit. Ich komme von einem Meeting, in dem es um die Rohbauauslegung geht und besuche das nächste, in dem wir vertragliche Themen erörtern. Und in einem dritten beschäftigen wir uns mit der Terminplanung. Diese Vielfalt an Themen fasziniert mich sehr.

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