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Sechs Rentner erzählen : Wie es sich anfühlt, nie wieder zu arbeiten

  • Aktualisiert am

Sieht so der Ruhestand aus? Bild: Picture-Alliance

Endlich Rente! Mehr Zeit für all die schönen Dinge, die im Berufsleben zu kurz kamen, denken manche. Andere mögen sich nach ihrem letzten Arbeitstag fragen: Was kommt da auf mich zu? Wir haben sechs Rentner getroffen und mit ihnen über ihr „neues Leben“ gesprochen.

          23 Min.

          „Wir haben alle geheult“ 

          Seine Bäckerei hat Wolfgang Quast dichtgemacht. Doch der Konditormeister geht nicht so ganz. Von Ursula Kals 

          Der Bäcker: Wolfgang Quast
          Der Bäcker: Wolfgang Quast : Bild: Edgar Schoepal

          Den Schlüssel abzugeben war für ihn kein Problem. Wolfgang Quast ist normalerweise kein Mann für Sentimentalitäten. Dann sind nach 28 Jahren an seinem letzten Tag in der Bäckerei in der Bottroper Buchenstraße doch Tränen geflossen. Seine und die seiner jungen Stammkundschaft von der „Paulschule“ gegenüber. Der hochgewachsene Konditormeister hatte sich vier Bleche geschnappt und die letzten Käsebrötchen und Nussecken rüber in die Grundschule gebracht. „Mit meinen Kindern, das war das Schlimmste. Das war die Hölle. Wir haben alle geheult“, sagt der 66-Jährige. Rosinenbrötchen für 95 Cent oder mit Käse überbackene Brötchen, („mit gewürfeltem Gouda und Emmentaler“) für einen Euro zu kaufen war Kult in der Siedlung der liebevoll renovierten Bergarbeiterhäuschen.

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