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Einwanderung nach Deutschland : Das lange Warten auf die Fachkraft

Die Bürokratie verlangsamt noch immer so manche Einwanderung. Bild: Picture Alliance

Gut ausgebildete Ausländer sollen bald leichter nach Deutschland einreisen können. Doch in der Praxis zeigt sich: Es muss sich mehr ändern als nur das Gesetz.

          5 Min.

          Kubilay Dertli hat am eigenen Leib erlebt, wie sich die Einstellung in deutschen Behörden zu Einwanderern in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. In den Neunzigerjahren kam der heute Vierzigjährige als minderjähriger Flüchtling aus der Türkei nach Hamburg. Schnell war er derjenige in seiner Familie mit den besten Deutschkenntnissen. Er erledigte Behördengänge für die Verwandtschaft. Damals, sagt er, war das Klima, das ihm als Migrant in den Amtsstuben entgegenschlug, noch sehr viel ablehnender.

          Alexander Wulfers
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Heute seien die zuständigen Beamten vielerorts deutlich offener, berichtet Dertli. Ein Hoffnungswert in Zeiten, in denen sich Deutschland eine ablehnende Haltung gegenüber Zuwanderern schlicht nicht mehr leisten kann. An jeder Ecke des Landes fehlen Arbeitskräfte. Seitdem die Corona-Pandemie den Arbeitsmarkt aufgerüttelt hat, trifft der Fachkräftemangel die Wirtschaft mit voller Härte. Viele Unternehmen müssen längst Aufträge ablehnen oder ihre Öffnungszeiten einschränken, weil sie nicht genug Personal haben.

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