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Fachkräftemangel in der IT : Vom Tierarzt zum Java-Entwickler

Ziemlich glücklich mit dem neuen Beruf: Vladimir Kochoski am Computer in der Java-Akademie. Bild: Frank Röth

IT-Fachkräfte sind Mangelware. Nun werden Unternehmen kreativ und bilden sogar Quereinsteiger aus. Das Alter spielt dabei keine Rolle – vorausgesetzt man kann sich für die Tätigkeit begeistern.

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          Vladimir Kochoski hatte an seiner Arbeit irgendwann keine Freude mehr. Als ausgebildeter Tierarzt war er einige Zeitlang in der Forschung tätig und untersuchte eine seltene Autoimmunerkrankung bei Hunden. Doch dann flossen die Forschungsgelder nicht mehr, und er bekam eine eher administrative Aufgabe, sollte die Qualität der Dokumentation von klinischen Studien kontrollieren. Kochoski entschied sich, noch einmal umzusatteln und etwas ganz anderes zu machen. Heute arbeitet er in Mainz als Java-Entwickler.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Ganz einfach war dieser Weg nicht. Kochoski bewarb sich beim IT-Dienstleister Triona, der in einem mehrmonatigen Programm selbst IT-Fachkräfte ausbildet, auch Quereinsteiger. So wurde zum Beispiel aus einem Historiker ein SAP-Berater. Und auch Tierarzt Kochoski hatte Erfolg. Geschäftsführer Holger Klatt erinnert sich noch gut an die erste Frage Kochoskis am Telefon: „Bin ich mit 39 Jahren schon zu alt?“ Die Antwort war eindeutig: Nein. Nur fleißig müsse er sein und für die Sache brennen.

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