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Integrationsbeauftragte : Widmann-Mauz zieht positive Bilanz zu Flüchtlingen auf Arbeitsmarkt

  • Aktualisiert am

Ein Bild aus Oktober 2017: Flüchtlinge arbeiten in einer Werkstatt der Ausbildungsstätte Arrivo Bild: dpa

Die Entwicklung sei deutlich besser, als es die Arbeitsmarktexperten vorhergesagt hätten, sagt die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Geflüchtete Frauen arbeiten aber nur wenige.

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          Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), wertet die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt als Erfolg. „Die Entwicklung in den vergangenen vier Jahren ist deutlich besser, als es die Arbeitsmarktexperten vorhergesagt haben“, sagte sie der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vom Montag. Aus den Hauptherkunftsländern der Asylantragssteller seien mittlerweile 399.000 beschäftigt, davon 324.000 sozialversicherungspflichtig.

          „Gleichzeitig bilden immer mehr Betriebe Geflüchtete aus“, hob die CDU-Politikerin hervor. Mehr als die Hälfte der Geflüchteten mit festem Job seien inzwischen als Fachkräfte tätig. Der Anteil der Flüchtlinge in Helferjobs sei aber immer noch zu hoch. Wichtig sei, dass Flüchtlinge die Chance bekämen, innerhalb der Helfertätigkeit zusätzliche Qualifikationen zu erwerben, etwa einen Gabelstaplerführerschein oder Pflegebasiskurs.

          Nachholbedarf bei Frauen

          Nachholbedarf sieht Widmann-Mauz bei weiblichen Flüchtlingen: „Sie arbeiten deutlich seltener als Männer, obwohl die meisten sehr motiviert sind und vergleichbare Bildungsabschlüsse haben.“ Lediglich 13 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus den Asylhauptherkunftsländern seien im vergangenen Jahr Frauen gewesen.

          Insbesondere wenn Frauen kleine Kinder hätten, sei es für sie schwierig, eine Vollzeitausbildung mit Wechsel zwischen Arbeitsstätte und Berufsschule zu organisieren. „Diesen Frauen müssen wir mehr Teilzeitmodelle ermöglichen.“

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