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Zeitarbeit : Die Lohnlücke schließt sich

Eine Zeitarbeitsfirma in Köln will Jobs vermitteln. Bild: dpa

Die Branchenzuschläge machen sich langsam bemerkbar: Die Lohnlücke zwischen Zeitarbeitern und Stammpersonal schließt sich unter bestimmten Voraussetzungen. Dafür nimmt der bürokratische Aufwand zu.

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          Deutsche Unternehmen leihen sich weniger Personal aus. Wie aus neuen Daten der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, gab es Ende Dezember 2013 in Deutschland 815.000 Zeitarbeiter, ein Prozent weniger als im Vorjahr. Noch deutlicher fällt der Rückgang im Jahresdurchschnitt um 4,4 Prozent auf 839.000 aus. Beobachter machen dafür auch die 2013 eingeführten Branchenzuschläge verantwortlich, die mit zunehmender Einsatzdauer die Lohnlücke zwischen Zeitarbeitern und Stammpersonal schließen. Leiharbeiter werden dadurch teurer, der bürokratische Aufwand erhöht sich enorm.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Der Anteil der Zeitarbeiter an allen Beschäftigten hat sich bei rund 2,5 Prozent eingependelt nach einem Höchststand von knapp 3 Prozent im Jahr 2011. Mit 70 Prozent ist das Gros der Zeitarbeiter männlich (Gesamtwirtschaft: 54 Prozent). 86 Prozent der Zeitarbeiter arbeiten Vollzeit. Mehr als die Hälfte des Leihpersonals arbeitet als Helfer, das Gros war vorher arbeitslos.

          Bild: F.A.Z. mit Statista

          Zeitarbeit sei „eine feste Größe am Arbeitsmarkt“, heißt es in der Untersuchung der Arbeitsagentur, mit der die Unternehmen zügig ihren Personalbedarf an Auftragsschwankungen anpassten. Die meisten Beschäftigungsverhältnisse dauern nicht länger als drei Monate. Zuletzt hatten Forscher schon in einer Studie festgestellt, dass sich eine Verdrängung von Stammarbeitsplätzen durch Zeitarbeit nicht belegen lasse.

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