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Homeoffice bei Berufsanfängern : Ohne Plan am Küchentisch

„Was sind meine Aufgaben? Wer ist der richtige Ansprechpartner?“ Junge Arbeitnehmer sind mit diesen Fragen im Home Office alleine. Bild: dpa

Werden ältere Menschen im Homeoffice abgehängt? Das kann passieren – aber sie sind damit nicht die Einzigen. Auch die Jüngeren haben ein Problem.

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          An den 13. März, einen Freitag, kann Nils Baumgart sich genau erinnern. An die Mail in seinem Postfach: Ab Montag sind alle im Homeoffice. Baumgart war schnell klar: Er würde nicht so schnell ins Büro zurückkehren. Baumgart, der eigentlich anders heißt, ist 26 und hat Mitte Februar seine erste Stelle als Software-Entwickler angetreten. Vier Wochen war er im Büro, dann nur noch zu Hause. „In laufende Projekte reinzukommen war schwierig“, sagt er. Sich kurz umdrehen, jemanden im Büro fragen, innerhalb von fünf Sekunden eine Antwort haben, das fiel weg.

          Man könnte meinen, dass vor allem Ältere im Homeoffice digital abgehängt sind. Doch das stimmt nicht ganz. Denn sie haben viele Vorteile gegenüber jüngeren Arbeitnehmern. „Ältere Menschen kommen im Homeoffice besser klar als Jüngere“, sagt Rainer Wieland, der den Studiengang Arbeits- und Organisationspsychologie an der Bergischen Universität Wuppertal leitet. Ältere hätten mehr Berufserfahrung. Dadurch seien sie sicherer und wüssten, wie sie ihre Aufgaben bewältigen könnten.

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