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Wege in den Designerberuf : Schöne harte Modewelt

Jale Richert (rechts) und Michele Beil in ihrem Berliner Atelier Bild: Matthias Lüdecke

Wer Modedesigner werden oder gar ein eigenes Label haben möchte, braucht mehr als ein gutes Gespür für Trends. Von den vielen Wegen in eine Branche, in der Einsteigern nichts geschenkt wird.

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          Zumindest in einer Hinsicht haben Jale Richert und Michele Beil Glück im Unglück gehabt: Am 6. März präsentierten sie ihre Kollektion für den Herbst und Winter 2020/2021 unabhängig von der Berliner Fashion Week in einer Wäscherei im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg. Dann kam Corona. Eine Woche später wäre eine solche Präsentation kaum mehr möglich gewesen. „Da es erst einmal das letzte Event dieser Art war, sind wir wohl gut in Erinnerung geblieben“, sagt Richert.

          Benjamin Fischer

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Kollektion sei gut angekommen, doch auch für die Modedesignerin und ihren Partner Beil begannen in der Folge die Unannehmlichkeiten. „Geordert wurde natürlich nach der Show nichts mehr, die Produktionsstätten waren eine Zeitlang zu, und geplante Termine mit stationären Händlern sind im Zuge des Lockdowns ausgefallen“, zählt Beil auf. In Geschäfte aufgenommen zu werden war schon vor der Pandemie schwierig und dürfte nun nicht leichter werden. Die beiden setzen mit ihrem Label Richert Beil auf hochwertige Stoffe, einen klassischen Stil, kombiniert mit raffinierten Schnitten oder ungewöhnlichen Materialien, alles gefertigt in Europa.

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