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Wechselfreude : Neue Stelle? Ach, nein ...

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Alles soll beruflich so bleiben wie es ist. Das finden viele Deutsche. Bild: Picture-Alliance

Manchmal hat man den Eindruck, dass alle ständig über ihre Arbeit meckern. Dabei sind mehr als die Hälfte der Deutschen ziemlich zufrieden.

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          Haben Sie in letzter Zeit mal darüber nachgedacht, alles hinzuschmeißen und sich einen anderen Arbeitsplatz zu suchen? Nein? Das ist völlig normal! Die Mehrheit der deutschen Beschäftigten sehnt sich nämlich nach Stabilität, wie eine neue Umfrage des Personaldienstleisters Manpower Group zeigt. 54 Prozent beantworteten die Frage, ob sie ihre Stelle gern innerhalb des nächsten Jahres wechseln würden mit einem klaren Nein. 55 Prozent gaben zu Protokoll, insgesamt mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden zu sein.

          Für diese Ergebnisse äußerten sich 1018 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählte Deutsche in diesem Monat per Onlinebefragung. Der Personaldienstleister macht die Studie mit gleichen oder ähnlichen Fragen schon seit Jahren. Allerdings ist es keine Längsschnittstudie, das heißt, es werden nicht jedes Jahr dieselben Menschen befragt, was die Ergebnisse nur bedingt vergleichbar macht.

          In diesem Jahr sagten knapp mehr als die Hälfte der Befragten, die Bezahlung bei ihrem aktuellen Arbeitgeber sei fair. Etwas weniger als die Hälfte (48 Prozent) erklärten, die vereinbarten Arbeitszeiten würden eingehalten. Nur 39 Prozent berichten von flexiblen Arbeitszeitmodellen und nur ein Drittel sagte über ihr Unternehmen, dass es familienfreundlich sei. Allerdings waren die Werte sowohl bei der Familienfreundlichkeit als auch bei den flexiblen Arbeitszeiten wie auch bei der Einhaltung der Arbeitszeiten im Jahr 2016 allesamt etwas schlechter.

          Bild: F.A.Z.

          In diesem Jahr war, ebenso wie in den Vorjahren, das Geld die Hauptmotivation derjenigen, die ihre Stelle wechseln wollen: 23 Prozent der Angestellten gaben zu Protokoll, eine Position mit einer besseren Bezahlung zu suchen. In der Umfrage, in der die Wechselwillligen auch mehrere Gründe angeben konnten, rangierte mangelnde Anerkennung der Leistungen auf Platz zwei der wichtigsten Motive. Dahinter folgten ein schlechtes Arbeitsklima, zu wenig Spaß an der aktuellen Tätigkeit und lange oder unflexible Arbeitszeiten.

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