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Rückkehr in den Job : Vorsicht vor dem Elternzeit-Blues

  • -Aktualisiert am

Steht die Rückkehr zum Job an, sind viele Eltern nach ihrer Elternzeit verunsichert. Doch mit etwas Vorbereitung kann der Übergang in den Berufsalltag gelingen. Bild: F.A.S.

Die Rückkehr in den Beruf kann für Mütter und Väter nach der Elternzeit frustrierend verlaufen – es sei denn, sie bereiten sich richtig darauf vor.

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          Als die Berliner Rechtsanwältin Sandra Runge mit Anfang 30 ihr erstes Kind bekam, freute sie sich auf die Zeit daheim. Ein Jahr wollte sie mit ihrem Sohn zu Hause bleiben und dann wieder in ihren Beruf als Abteilungsleiterin einer mittelständischen Firma zurückkehren. Doch als sie nach der Elternzeit ins Büro kam, war sie schockiert: Auf ihrem Schreibtisch lag die Kündigung – ohne Vorwarnung, wie sie sagt. „Mein Arbeitgeber erklärte mir, er habe meine Abteilung ausgelagert und müsse mir deshalb betriebsbedingt kündigen“, erzählt Runge. „Sie haben, während ich in Elternzeit war, einfach meine Elternzeitvertretung als Freelancerin eingestellt, die dann meinen Posten übernommen hat.“

          Solche Beispiele mögen extrem klingen, doch immer wieder haben Eltern mit der Rückkehr aus der Elternzeit in den Beruf zu kämpfen. Sie müssen sich mit einer anderen Stelle zufriedengeben, da ihre ehemalige Position anderweitig besetzt wurde. Sie können vielleicht nur noch in Teilzeit arbeiten und stehen häufiger unter Zeitdruck, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Auch plagen sie Unsicherheiten: Bin ich noch leistungsfähig, oder habe ich den Anschluss verloren? Für alle Rückkehrer gilt: Wer sich gut auf den Wiedereinstieg vorbereitet und Wünsche klar formuliert, liegt richtig.

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