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Karriere und Corona-Krise : Nur bedingt betreut

  • -Aktualisiert am

Erzieher mit Maske: Auch das gehört zur neuen Normalität. Bild: dpa

Das Kind hat sich zwei Mal die Nase geputzt? Ab nach Hause! Corona stellt längst für selbstverständlich gehaltene Fortschritte in der Kinderbetreuung wieder in Frage. Ein Dilemma.

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          Wer schon ein bisschen älter ist, wird sich sicher noch gut an die Zeit erinnern, bevor das Elterngeld eingeführt wurde. An die Jahre, in denen es kein Recht auf Betreuung von Kindern gab, die jünger als drei Jahre waren. Als Kindergarten- und Grundschulkinder üblicherweise gegen zwölf Uhr mittags hungrig zu Hause am Tisch saßen. Als Mütter ihren Töchtern rieten: „Wenn du mal Kinder haben willst, werde Lehrerin oder Erzieherin, alle anderen Berufe taugen nicht dafür.“

          Den sogenannten Generationen Y und Z schienen dies bis vor kurzem graue Vorzeiten. Junge Frauen und Mütter streiten heute in der Arbeitswelt für andere Dinge: für Geschlechtergerechtigkeit beim Gehalt etwa oder für mehr Chancen, in Führungspositionen aufzusteigen. Dass sie Kinder haben und arbeiten können, in fast jedem Beruf, der ihren Neigungen und Wünschen entspricht – das versteht sich zumindest für die gut Ausgebildeten von selbst. Aber auch junge Männer und Väter streiten für ihre Interessen. Viele wollen, dass längere Eltern- oder Teilzeiten ihnen nicht übelgenommen werden am Arbeitsplatz. Oder dass auch sie mal zwischendurch mit dem Nachwuchs zum Kinderarzt gehen können, ohne dass jemand komisch guckt.

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