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Vorstände in Zahlen : Typisch Dax!

Einer von vielen - ein typischer? Eon-Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen. Bild: Edgar Schoepal

Was kennzeichnet den typischen Dax-Vorstand? Welchen Abschluss hat er, wo kommt er her, wie viele Berufswechsel hat er hinter sich? Und wie oft ist „er“ mittlerweile eine „sie“?

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          Eine bislang noch unveröffentlichte Studie der Personalberatung Odgers Berndtson verleiht interesssante Einblicke über den typischen Dax-Vorstand. Zum Beispiel zeigt sie, was die Vorstände üblicherweise studiert haben und wie lange sie im Durchschnitt im Amt bleiben. Hier die wichtigsten Fakten:

          Bildung

          Fast alle Dax-Vorstände sind Akademiker. 89,6 Prozent haben einen Hochschulabschluss, 6,3 Prozent einen FH-Abschluss. Ohne ein Studium hochgearbeitet haben sich nur vier Vorstände (2,1 Prozent). 2005 hatten noch 7,5 Prozent der Vorstände keinen akademischen Abschluss.

          Alter

          Dax-Vorstände sind im Schnitt 53 Jahre alt. Berufen wurden sie in ihre Ämter im Schnitt mit 47 Jahren.

          Studiengang

          50,5 Prozent der Vorstände haben BWL oder VWL studiert. 17,7 Prozent sind Ingenieure, 12 Prozent Juristen. Der Anteil der Informatiker ist zuletzt gesunken, auf nur noch 1,6 Prozent.

          Die Promotion verliert weiter an Bedeutung. 2005 hatten noch 51,9 Prozent der Vorstände einen Doktortitel, 2015 sind es nur noch 38 Prozent.

          Lebenslauf

          47,9 Prozent der Vorstandsmitglieder sind Eigengewächse. Sie haben mehr als die Hälfte ihrer Karriere im jetzigen Unternehmen verbracht.

          Amtszeit

          Die durchschnittliche Amtszeit der Vorstände hat sich kaum verändert - zurzeit liegt sie bei 4,3 Jahren.

          Aufsichtsratsmandate

          Im Schnitt hat ein Vorstandsmitglied nebenher noch 2,8 Aufsichtsratsmandate. 2005 waren es noch 4,8 Mandate. Spitzenreiter ist laut Odgers Berndtson derzeit Heidelberg-Cement-Vorstand Daniel Gauthier, der 39 Kontrollämter ausübt - die meisten davon aber innerhalb des Konzerns.

          Herkunft

          Im Jahr 2005 waren erst 19,9 Prozent aller Vorstände nichtdeutscher Herkunft, inzwischen sind es 27,1 Prozent. Allerdings sind darunter etliche Österreicher und Schweizer. Aus einem anderen Sprach- und Kulturraum kommen 24,5 Prozent der Vorstände.

          Geschlecht

          8,3 Prozent der Vorstände sind derzeit weiblich. Diese verdienen im Schnitt eine halbe Million Euro weniger als ihre männlichen Kollegen: 2,2 statt 2,7 Millionen Euro. Unter den Personalvorständen liegt der Frauenanteil bei 24 Prozent.

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