https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/buero-co/vodafone-und-homeoffice-keine-feste-anwesenheits-quote-mehr-17509885.html

Vodafone : Arbeiten wo auch immer

  • Aktualisiert am

Daheim am Schreibtisch: Das Bild dürfte ein gängiges Bild bleiben. Bild: dpa

Viele Unternehmen wollen nach Corona das Homeoffice beibehalten – die meisten aber nur in Teilen. Vodafone geht noch einen Schritt weiter. Eine feste Anwesenheits-Quote im Büro gibt es dort bald nicht mehr.

          1 Min.

          Vodafone Deutschland überlässt es künftig seinen Beschäftigten, wann sie von zuhause, von unterwegs oder im Büro arbeiten. Am 1. Oktober starte „Full Flex Office“ ohne feste Anwesenheits-Quote im Büro, teilte der Konkurrent der Deutschen Telekom und Telefonica Deutschland am Dienstag mit. Jeder Mitarbeiter könne zudem bis zu 20 Tage im Jahr im EU-Ausland arbeiten. Für das Homeoffice gebe es Versicherungsschutz, eine Büroausstattung und Gesundheitsprävention.

          Die Flexibilisierung der Arbeit hat sich in der Corona-Krise stark beschleunigt. Auch der Softwareriese SAP lässt seinen rund 100.000 Mitarbeitern die Wahl beim Arbeitsplatz. Nicht ganz so weit gehen Deutsche Bank und Commerzbank, die ihren Beschäftigten ermöglichen, einen Teil ihrer Arbeitszeit im Homeoffice zu verbringen.

          Das sind nur Einzelbeispiele, der Trend ist deutlich. So hatte vor einigen Monaten die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation für die Studie „Arbeiten in der Corona-Pandemie“ mehr als 500 Unternehmen zum Thema befragt. Dabei kam heraus: 71 Prozent wollen ihren Mitarbeitern auch in der Zukunft nach Corona mehr Möglichkeiten zum Arbeiten im Homeoffice geben. Denn das war unterm Strich durchaus erfolgreich. Mehr als die Hälfte der Befragten sagt, dass die Leistung der Mitarbeiter in der Phase des Distanzarbeitens gleich geblieben ist, und mehr als 30 Prozent melden sogar eine Produktivitätssteigerung.

          Mehr Angestellte kehren ins Büro zurück

          Im Vergleich zu Lockdown-Zeiten ist das pandemiebedingte Homeoffice derzeit allerdings eher auf dem Rückzug. Der Anteil der Beschäftigten, die zumindest zum Teil im Homeoffice arbeiten ist nach einer Umfrage des ifo-Instituts im August auf 23,8 Prozent gefallen - nach 25,5 Prozent im Juli und 31,7 Prozent im März. „Die Impfzahlen steigen, immer mehr Angestellte gehen wieder ins Büro“, sagte ifo-Forscher Oliver Falck am vergangenen Freitag. Im August sei der Rückgang allerdings weniger stark als in den Vormonaten. Das deute auf eine Stabilisierung der Quote hin.

          Besonders stark zurück ging der Anteil in der Pharmaherstellung, von 35,8 auf 15,7 Prozent. In der Industrie insgesamt sind derzeit 16 Prozent zumindest zeitweise im Homeoffice, bei den Dienstleistern 33 Prozent, im Einzelhandel und auf dem Bau dagegen nur 5 Prozent.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.