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Unternehmensnachfolge : 140.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

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Wohl dem Unternehmer, der solchen Nachwuchs hat Bild: © fotolia.com

Für Familienunternehmen wird es zunehmend schwieriger, einen Nachfolger zu finden. In vielen Fällen bleibt nur der Verkauf.

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          Weil kleinere Familienunternehmen Schwierigkeiten haben, einen geeigneten Nachfolger zu finden, sind 40.000 Betriebe mit 140.000 Arbeitsplätzen gefährdet. Das hat eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages unter 1100 Unternehmen ergeben. Danach sucht knapp ein Fünftel der Unternehmen im Falle des Generationenwechsels einen Käufer für den Betrieb. Mehr als 15 Prozent der Unternehmen gaben an, dass es keinen geeigneten Nachfolger innerhalb der Familie gibt und rechnen deshalb mit einem Verkauf des Unternehmens. Rein rechnerisch wären davon in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten jährlich rund 30.000 Unternehmen mit gut 110.000 Beschäftigten betroffen. Hinzu kommt nach der Untersuchung, dass eine unbefriedigende wirtschaftliche Perspektiven fast 4 Prozent der Unternehmen einen Verkauf im Zuge des Generationenwechsels nahelegen. Jährlich dürften 6000 Unternehmen mit 28.000 Beschäftigten von einem Verkauf wegen unbefriedigender Perspektiven betroffen sein, heißt es. Kammerpräsident Ludwig Georg Braun appellierte an die Politiker, zügig eine unternehmens- und beschäftigungssichernde Erbschaftsteuerreform auf den Weg zu bringen. "Dies ist umso wichtiger, als immer noch 80 Prozent der deutschen Unternehmen auf eine Weitergabe innerhalb der eigenen Familie setzen - auch das hat unsere Umfrage ergeben."

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