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Ifo-Barometer : Unternehmen suchen trotz Krise wieder Personal

  • Aktualisiert am

Unter anderem die Gastronomie sucht vielerorts Mitarbeiter. Bild: dpa

Vor allem Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor stellen der Ifo-Erhebung zufolge vermehrt Personal ein. In anderen Branchen herrscht dagegen eher Zurückhaltung.

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          Trotz Krise durch den Ukrainekrieg wollen die Unternehmen in Deutschland wieder Jobs schaffen. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im April auf 102,8 Punkte, nach 102,1 Zählern im März, wie das Münchner Institut am Mittwoch mitteilte. „Die hohe Unsicherheit in der Wirtschaft durch den Angriff Russlands auf die Ukraine scheint keinen nachhaltigen Einfluss auf die Personalplanungen zu haben“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

          „Die Beschäftigung wird in Deutschland weiter steigen.“ In der Industrie allerdings sei das Beschäftigungsbarometer abermals gesunken. Insbesondere energieintensive Industrien wollen sich zurückhalten mit Einstellungen. Der russische Einmarsch in die Ukraine hat Kosten für Energie massiv in die Höhe getrieben.

          „IT-Dienstleister suchen weiterhin Personal“

          Im Dienstleistungssektor hingegen legte der Ifo-Indikator deutlich zu. „IT-Dienstleister suchen weiterhin Personal.“ Im Handel und im Baugewerbe sei die Einstellungsbereitschaft gegenwärtig allerdings nur sehr schwach ausgeprägt. Die Baubranche sieht sich mit starken Lieferengpässen sowie massiv steigenden Preisen für Baustoffe konfrontiert und stellt sich auf Kurzarbeit ein. Zudem berichten Unternehmen davon, dass Auftraggeber ihre Projekte zurückstellen oder sogar stornieren. Das vom Ifo berechnete Geschäftsklima am Bau war zuletzt wegen des Ukrainekriegs auf den niedrigsten Stand seit Mai 2010 gestürzt.

          Das Ifo-Beschäftigungsbarometer basiert auf rund 9000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors. Die Unternehmen werden gebeten, ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen.

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