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Überwachung im Büro : Ich sehe was, was du nicht siehst

  • -Aktualisiert am

Unter Beobachtung: Mitarbeiter lassen sich mit technischen Systemen ziemlich genau analysieren Bild: iStock

Arbeitet der Kollege wirklich, oder surft er bloß im Netz? Wem schreibt er wann eine E-Mail? Chefs können all das technisch überwachen. Aber dürfen sie das?

          7 Min.

          Kurz eine private Mail schreiben oder die Preise für einen neuen Staubsauger im Internet vergleichen, statt sich auf das neue Projekt zu konzentrieren – das gehört für viele zum Arbeitsalltag. Wie der Chef damit umgeht, hat meist mit Vertrauen zu tun. Weitgreifender denn je kann er heute aber auch nach dem Grundsatz „Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser“ vorgehen – zumindest in der Theorie: Was ein einzelner Mitarbeiter vor dem Bildschirm oder mit dem Smartphone tut, lässt sich schon seit Jahren bis ins letzte Detail auswerten. Das klingt gruselig. An manchen Stellen allerdings, etwa in der Arbeitszeiterfassung, ist elektronische Kontrolle schon längst gang und gäbe.

          Genaue Zahlen dazu, wie gläsern Beschäftigte heute schon für ihre Arbeitgeber sind, sind schwer zu finden – oft beziehen sie sich auf alle Formen der elektronischen Überwachung einschließlich Zeiterfassung. Nach einer Studie des Hernstein Instituts, das sich auf Führungskräftetrainings spezialisiert hat, setzen vor allem große Unternehmen auf elektronische Überwachungsmöglichkeiten. Bloß 38 Prozent verzichten ganz darauf. Laut der Studie wird der Einsatz von Kontrollmechanismen unter Führungskräften aber durchaus ambivalent gesehen: Während manche äußerten, lieber zu arbeiten, anstatt mit technischen Spielereien die Zeit zu verplempern, gaben andere an, alles im gesetzlichen Rahmen Mögliche auszunutzen.

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