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Studie : Unternehmen wollen mehr für Mitarbeitergesundheit tun

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Mehr als Gymnastikbälle: Viele Unternehmen sind der Meinung, ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement einführen zu müssenn. Bild: Andreas Müller / F.A.Z.

Fachkräfte werden knapper und die Unternehmen sorgen sich zusehends um ihre Belegschaft. Ein Aspekt der Entwicklung: Sie glauben, sich künftig stärker um die Mitarbeitergesundheit kümmern zu müssen. Das besagt eine Studie des F.A.Z.-Instituts.

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          Zwei Drittel der deutschen Unternehmen glauben, dass sie ihren Arbeitnehmern künftig mehr gesundheitsfördernde Maßnahmen anbieten müssen – weil das verstärkt von den Mitarbeitern eingefordert wird. Das ist das Ergebnis einer Studie des F.A.Z.-Instituts für die Süddeutsche Krankenversicherung und die Krankenkasse MH-Plus.

          Hintergrund der Überlegungen ist der demographische Wandel. Viele Unternehmen glauben, dass Arbeitnehmer künftig mehr Leistungen von ihrem Arbeitgeber verlangen können und werden, da Fachkräfte mehr und mehr zum knappen Gut werden. Mittlerweile rechnet schon mehr als jedes zweite  Unternehmen damit, künftig den Bedarf an Fachkräften aufgrund der  veränderten Altersstruktur der Bevölkerung nicht mehr decken zu können.

          Die meisten setzen auf flexible Arbeitszeiten

          Um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu erhalten, setzen die Unternehmen der Studie zufolge derzeit vor allem auf flexible Arbeitszeitregelungen (87 Prozent), eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung (85 Prozent) sowie Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitsanalysen (71 Prozent).

          Zwei Drittel der Betriebe sind davon überzeugt, dass darüber hinaus ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement die im Zuge der demographischen Entwicklung entstehenden Kosten senken kann. Unter den Firmen, die bereits ein solches Gesundheitsmanagement installiert haben, liegt die Zustimmungsquote sogar bei 74 Prozent. Als Nebeneffekt schätzen diese Unternehmen, dass auch völlig unabhängig vom demographischen Wandel das Wohlergehen und die Zufriedenheit der Belegschaft gesteigert werden könnten. Davon versprechen sich die Arbeitgeber letztlich einen betriebswirtschaftlichen Nutzen durch bessere Erfolge der gesünderen und motivierteren Arbeitnehmer.

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