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F.A.Z. exklusiv : Der Mindestlohn trifft Teenager

Als Bedienung zu arbeiten ist als Teenager nicht unüblich. Bild: dpa

In Amerika verschwanden einer Studie zufolge durch den Mindestlohn Stellen. Die Ergebnisse sind auf Deutschland aber nur bedingt übertragbar, auch weil hierzulande andere Regeln existieren.

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          Was passiert, wenn der Staat einen gesetzlichen Mindestlohn einführt? Diese Frage spaltet Politiker und Ökonomen nach wie vor in zwei Lager. Für die einen ist klar: Mit einer Lohnuntergrenze gehen zwangsläufig auch Arbeitsplätze verloren. Diese These stützen sie mit der wissenschaftlichen Erfahrung. So geht es nach einer regionalen Mindestlohnerhöhung auf dem Arbeitsmarkt in der entsprechenden Gegend in der Regel schleppender voran als im restlichen Land. Andere halten diese Schlussfolgerung für falsch und verweisen ebenfalls auf die Forschung: Konzentrieren sich die Studien auf einen Vergleich zu benachbarten Regionen, zeigt sich nach einer Anhebung des Mindestlohns meist kein Beschäftigungseffekt.

          Maja Brankovic

          Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Zwei noch unveröffentlichte Arbeiten von Martin Micheli vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen geben nun allerdings einen Hinweis darauf, dass die negativen Auswirkungen einer Mindestlohnerhöhung doch stärker überwiegen als bisher angenommen. Das Problem der bisherige Studien sei, dass sie in der Regel auf den nominellen Mindestlohn abstellten, argumentiert der Ökonom. Das heißt, es wird unterstellt, dass die Dinge überall im Land gleichmäßig teurer würden – oder billiger, im Falle der Deflation.

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