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Sprachanalyse-Unternehmen : Precire wird abgewickelt

  • Aktualisiert am

Das Start-up Precire erregte einst Aufsehen in der Personalmanager-Welt – weil es mit Hilfe eines Sprachcomputers auf die Persönlichkeitsmerkmale von Bewerbern schließen wollte. Nun wird es abgewickelt.

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          Das Start-up Precire erregte einst Aufsehen in der Personalmanager-Welt – nun wird es abgewickelt. Der Mitgründer Christian Greb und der frühere Vorstandsvorsitzende Thomas Belker bestätigten, dass sich das Unternehmen in Liquidation befindet; zuerst hatte das „Personalmagazin“ darüber berichtet.

          Precires Angebot rankt sich um eine Sprachanalyse-Software mit Künstlicher Intelligenz. In seiner Anfangszeit warb das Unternehmen mit folgendem Ansatz: Bewerber sollten mit einem Sprachcomputer über Alltägliches sprechen; im Anschluss erstellte das Unternehmen ein KI-gestütztes psychologisches Gutachten. Unter Eignungsdiagnostikern stieß dies auf Skepsis, unter Personalmanagern begann eine Debatte über den Einsatz von KI im Bereich Human Resources. Später entfernte sich Precire vom Thema Bewerberauswahl, fortan sollte es eher um digitale Unterstützung einer fruchtbaren Kommunikation gehen.

          Die Lösung im Markt zu etablieren sei aber langwierig gewesen, sagt der inzwischen ausgeschiedene ehemalige Precire-Chef Belker – und in Zeiten der Corona-Pandemie „schwierig“. Mitgründer Dirk Gratzel sieht allerdings noch weiterhin eine Zukunft: „Selbstverständlich wird Precire – auch dank der hervorragenden Unterstützung der Schlüsselkunden nach der Rücknahme durch die Gründer – weiter existieren und sodann auch wieder erfolgreich sein“, sagte er der F.A.Z.

          nab.

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