https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/buero-co/soziale-medien-und-beruf-im-netz-des-hasses-18319897.html

Beruflich in Sozialen Medien : Im Netz des Hasses

  • -Aktualisiert am

Bild: $image.photoCredit

Wer sich in den Sozialen Medien zu beruflichen Themen äußert, kann Opfer eines Shitstorms werden. Patentrezepte sind rar. Aber ein paar Hilfen zum Umgang damit gibt es.

          6 Min.

          Der Duden definiert einen Shitstorm als „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht“. Für Betroffene ist das eine harsche Angelegenheit. Da wird eine Islamwissenschaftlerin, die eine Veranstaltung über das Kopftuch der muslimischen Frau organisiert, beleidigt und bedroht. Da wird ein Krankenpfleger, der die Arbeitsbedingungen in seiner Branche kritisiert und eine streitbare Meinung zum Impfen vertritt, wegen seines Äußeren und seiner Herkunft aus Ostdeutschland verhöhnt. Die österreichische Ärztin und Impfbefürworterin Lisa-Maria Kellermayr nahm sich am 29. Juli das Leben, weil sie den Hass nicht mehr ertragen konnte.

          Einige Menschen führen Shitstorms mit provokanten Äußerungen bewusst herbei. Wer solche starken Reaktionen nicht ertragen kann, sollte sich öffentliche Stellungnahmen folglich gut überlegen. Der Berliner Psychologe und Trainer Valentin Nowotny sagt, dass er sich nur zu seinen beruflichen Themen öffentlich äußert – nicht aber über Politik: „Ich möchte das nicht vermengen.“ Das ist schon mal ein Schutz.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Vieles bleibt geheim:das Gefangenenlager Urumqi Nummer 3 in Dabancheng in der westchinesischen autonomen Region Xinjiang im April 2021

          Keine Debatte über Xinjiang : Da klatscht China Beifall

          Eine Niederlage für den Westen: Im UN-Menschenrechtsrat verhindern Pekings Freunde eine Debatte über den Xinjiang-Bericht. Sogar Kiew verhält sich anders als vom Westen erwartet.