https://www.faz.net/-gyl-8wn8m

Serie „Die Karriere googeln“ : Was die Deutschen zum Umgang mit Kollegen wissen wollen

Wie verabschiede ich mich von Kollegen?

Es gibt viele Gründe, warum jemand sein Unternehmen verlässt: ein beruflicher Wechsel, private Gründe, eine Entlassung, die Rente. Egal, was es ist: Die Frage, wie man in Würde geht, ist unbedingt wichtig.

In letzter Zeit gab es ein paar Beispiele in den sozialen Netzwerken, die eindrucksvoll zeigten, wie man es nicht machen sollte. Einige Berühmtheit erlangte das Youtube-Video einer amerikanischen Journalistin, die, mit Tanzeinlagen garniert, ihrer Redaktion mitteilte, dass sie gar keine Lust mehr hatte, dort zu arbeiten. Ebenfalls viral geisterte ein Video von einem Café-Mitarbeiter durch das Netz, der seine Kündigung in Form eines Liedes vorträgt: Er fühlt sich zu Höherem berufen, als im Café zu arbeiten, singt er.

Mal davon abgesehen, dass solche Varianten des Abschieds für die wenigsten realisierbar sein dürften: Es gilt, keine verbrannte Erde zu hinterlassen. Wer demnächst anderswo arbeitet, könnte den Kollegen trotzdem noch einmal begegnen – vielleicht werden sie Kunden oder Geschäftspartner. Dann also lieber eine ordentliche Ausstandsfeier schmeißen. Dazu sollte man besser nicht nur die Lieblingskollegen einladen, sondern alle. Diejenigen, mit denen man sich nicht so gut verstanden hat, kommen in der Regel ohnehin nicht. Die Abschiedsparty nicht zu früh zu feiern ist sinnvoll – sonst ist man hinterher noch etliche Tage im Büro, und alle wundern sich darüber. Der vorletzte Tag ist ideal: Dann hat man am allerletzten Tag noch Zeit, seine Siebensachen zu packen.

Weil selten alle Kollegen da sind, ist auch eine Abschiedsmail eine gute Idee. Die sollte kurz und nicht zu salbungsvoll gehalten sein. Ein paar nette Dankesworte und eine neue Adresse genügen schon. Auch für Abschiedsmails gibt es übrigens Beispiele, die im Netz schon viele Lacher produziert haben. Allen voran das des ehemaligen Google-Mitarbeiters Jason Shugars. Er soll diese Betreffzeile verwendet haben: „So long, suckers! I’m out!“ – Macht’s gut, Trottel! Ich bin raus!“ Eine Rückkehr scheint wohl ausgeschlossen.

Weitere Themen

Topmeldungen

Mord an Fritz von Weizsäcker : Aus Abneigung gegen den Vater

Der Mörder von Fritz von Weizsäcker ist offenbar psychisch krank. Die Messerattacke auf den Sohn des früheren Bundespräsidenten soll er im Detail geplant haben. Sein angebliches Motiv wirft Fragen auf.
Ministerpräsident Armin Laschet in der Staatskanzlei in Düsseldorf

Armin Laschet im Interview : „Wir wollen den Erfolg von AKK“

Vor ihrem Parteitag macht die CDU einen aufgescheuchten Eindruck. Der stellvertretende Parteivorsitzende und NRW-Ministerpräsident, Armin Laschet, spricht im F.A.Z.-Interview über die Querelen in der CDU, über AKK, über Windkraft – und Kopftücher.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.