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Gefragte Fachkräfte : Selbst mit Studium verdienen Pflegekräfte wenig

  • Aktualisiert am

Die Deutschen werden immer älter. Wer soll so viele Menschen pflegen? Bild: dpa

17.000 offene Pflege-Stellen – wo sollen so viele Fachkräfte herkommen? Die Gehälter klingen jedenfalls nicht verlockend, zeigt eine neue Analyse.

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          Im Pflegebereich sind derzeit rund 17.000 Stellen offen. Deshalb ist in den vergangenen Tagen die Debatte darüber, woher zusätzliche Kräfte kommen sollen, wieder einmal neu entbrannt. So will etwa Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deutlich mehr Pflegekräfte aus dem Ausland. Als einen wichtigen Grund dafür, warum es so schwer ist die Stellen zu füllen, werden immer wieder geringe Gehälter genannt.

          Der Frage, was man eigentlich genau in den Pflegeberufen verdienen kann, hat sich die Vergütungsberatung Gehalt.de nun mit einer aktuellen Analyse von 2487 Vergütungsdaten aus mehreren Pflegeberufen gewidmet. Das Ergebnis: Tatsächlich verdienen Altenpfleger und insbesondere Pflegehelfer nur relativ geringe Gehälter; etwas mehr Geld gibt's für Heilerziehungspfleger. Besonders ernüchternd ist die Nachricht, dass auch ein Studium sich in diesem Bereich nur schwach auf das Gehalt auswirkt.

          Den Daten zufolge verdienen Altenpfleger im Schnitt als Berufseinsteiger nach ihrer Ausbildung 28.787 Euro Bruttojahresgehalt. Nach mehr als neun Jahren sind die Durchschnittsgehälter der Analyse zufolge zwar angestiegen, befinden sich aber auch dann noch in einem vergleichsweise niedrigen Bereich: 31.298 Euro Bruttojahresgehalt kann ein Altenpfleger mit dieser Berufserfahrung im Schnitt erwarten.

          Heilerziehungspfleger haben etwas bessere Gehaltsaussichten

          Pflegehelfer kommen als Berufseinsteiger im Durchschnitt auf 23.015 Euro Bruttojahresgehalt und mit mehr als neun Jahren Berufserfahrung auf 25.065 Euro. Heilerziehungspfleger, also Fachkräfte, die Menschen mit Behinderung betreuen und unterstützen, verdienen den Daten zufolge etwas höhere Gehälter: Im Schnitt kommen sie auf ein Bruttojahresgehalt von 31.481 Euro als Berufseinsteiger und auf 38.431 Euro mit mehr als neun Jahren Berufserfahrung.

          Etwas besser stellen sich auch Führungskräfte, zum Beispiel Heimleiter. Sie verdienen im Schnitt 48.679 Euro Bruttojahresgehalt, wenn sie weniger als drei Jahre Berufserfahrung vorweisen können und 64.668 Euro, wenn sie mehr als neun Jahre im Beruf sind. Im Vergleich mit anderen Geschäftsführern ist ihr Gehalt aber immer noch deutlich geringer. Ein Beispiel: Geschäftsführer in mittelständischen Unternehmen der Elektrotechnik kommen im Durchschnitt auf 177.071 Euro. Chefs in der Lebensmittelindustrie erhalten  138.789 Euro im Jahr.

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