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Digitalisierung : Roboter und Computer könnten jede vierte Arbeitskraft ersetzen

Roboter und Mensch: Arbeiten sie Hand in Hand oder werden sie zu Konkurrenten? Bild: dpa

Alles rosig am Arbeitsmarkt? Vielleicht nicht mehr lange. Eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sieht Roboter als Bedrohung – und vor allem eine Gruppe von Tätigkeiten unter großem Druck.

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          Der digitale Fortschritt bringt möglicherweise größere Umwälzungen in der Arbeitswelt mit sich, als noch vor einigen Jahren vermutet wurde. Vor allem könnten Arbeitnehmer in einfachen Helferberufen in stärkerem Maße durch Computer oder Roboter ersetzt werden als meist angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Insgesamt liege der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, deren Tätigkeiten zumindest im Grundsatz auch von Computern oder Robotern übernommen werden könnten, derzeit bei etwa 25 Prozent, schreiben die Forscherinnen Katharina Dengler und Britta Matthes. Bei einfachen Helfertätigkeiten liege der Anteil der Betroffenen mit „hohem Substituierbarkeitspotential“ gar bei 58 Prozent. In einer Vorläuferstudie von vor drei Jahren hatte das Institut den Gesamtanteil noch mit 15 Prozent beziffert, für die Helfertätigkeiten kam es damals auf 46 Prozent.

          Die Zahlen sollen keine Prognose dafür sein, wie viele Arbeitsplätze tatsächlich wegfallen. Das „Substituierbarkeitspotential“ gibt laut IAB an, welche Folgen es äußerstenfalls hätte, wenn alle verfügbaren Technologien genutzt würden. Ob das im Einzelfall betriebswirtschaftlich sinnvoll oder rechtlich zulässig wäre, bleibt außer Acht.

          Als Grundlage haben Berufsexperten mit Hilfe von Ausbildungsordnungen und Stellenausschreibungen für rund 4000 Berufe die wesentlichen Anforderungen ermittelt und insgesamt 8000 verschiedene Tätigkeiten festgestellt. Dann wurde geprüft, ob es irgendwo eine computergesteuerte Maschine oder einen Algorithmus gibt, die die jeweilige Tätigkeit übernehmen könnten. Der gemessene Anstieg der Substituierbarkeitspotentiale hat also vor allem mit dem technischen Forschritt in den vergangenen drei Jahren zu tun.

          Andere Studien gehen eher davon aus, dass die Digitalisierung Arbeitnehmern in Verwaltungstätigkeiten zusetzen wird als Arbeitnehmern im Helferbereich. Das muss aber kein Widerspruch sein. So mögen sich etwa Hausmeistertätigkeiten zwar theoretisch großenteils durch Maschinen übernehmen lassen, ob das Hausmeister aber wirklich überflüssig macht, ist eine andere Frage. Im Übrigen heben die Forscherinnen hervor, dass neben dem Wegfall von Arbeitsplätzen in ähnlichem Umfang auch neue Arbeitsplätze entstehen dürften. Wichtigste Voraussetzung, um Arbeitnehmer für den Wandel zu wappnen, seien Bildung und Qualifikation.

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