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Medizinstudium : Das erste Bundesland hat eine Landarztquote beschlossen

  • Aktualisiert am

Landärzte sind Mangelware. Bild: Picture-Alliance

Das Kabinett in Nordrhein-Westfalen hat die deutschlandweit erste Landarztquote für Medizinstudenten auf den Weg gebracht. Bewerben können sich auch Interessenten aus anderen Bundesländern. Und was passiert, wenn man hinterher doch in der Stadt praktiziert?

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          Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat gestern einen Gesetzentwurf für eine Landarztquote für Medizinstudenten vorgelegt - als erstes Bundesland in Deutschland. Demnach sollen ab dem Wintersemester 2019/2020 landesweit zunächst 7,6 Prozent aller Medizinstudienplätze vorab an solche Studenten vergeben werden, die sich dazu verpflichten, nach ihrer Facharztausbildung für zehn Jahre in einer unterversorgten Region als Hausarzt zu arbeiten.

          Mit dieser Regelung sollen zunächst 168 Medizinstudienplätze vergeben werden. Die Vergabe dieser Studienplätze soll nicht von den Hochschulen, sondern vom Landeszentrum für Gesundheit übernommen werden.

          Neben der Abiturnote sollen auch Berufserfahrung und die Empathie der Bewerber Auswahlkriterien sein. Ab welchem Abitur-Notendurchschnitt eine Bewerbung auf die Landarztquoten-Studienplätze Sinn ergeben wird, blieb offen. Geplant sei zudem, im Rahmen eines standardisierten Tests die Eignung zur Tätigkeit als Landarzt zu überprüfen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei der Vorstellung des Entwurfs in Düsseldorf.

          Es stehe schon fest, dass es finanzielle Vertragsstrafen für diejenigen Absolventen geben werde, die sich nicht daran hielten, nach ihrer Ausbildung in eine unterversorgte ländliche Region zu gehen. Die Strafe sollte schon so hoch sein, wie die Kosten eines Medizinstudiums, betonte Laumann. Die Kosten eines Medizinstudiums liegen nach Angaben des Ministeriums derzeit bei etwa 250.000 Euro. Die Landarztquote wird Laumann zufolge „frühestens in zehn Jahren neue Landärzte bringen“. Bewerben könnten sich auch Studieninteressenten aus den anderen Bundesländern.

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