Neue Studie : Beruf belastet das Privatleben
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Nicht immer, aber bei zehn Prozent der Befragten, kommt es zum Äußersten Bild: dpa
Laut einer neuen Studie führt eine große Mehrheit von Entscheidungsträgern Konflikte im Privatleben auf berufliche Verpflichtungen zurück.
81 Prozent von Entscheidungsträgern aus mittelständischen Betrieben in Deutschland und Großbritannien führen Konflikte im Privatleben auf berufliche Verpflichtungen zurück. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts „Dynamic Markets“ hervor, die im Auftrag von Avaya, einem Anbieter von Lösungen für Geschäftskommunikation, durchgeführt wurde.
Im Sommer 2011 wurden 700 Führungskräfte befragt. Bei einer überwältigenden Mehrheit von 81 Prozent zeigte das Zurückstellen privater Aktivitäten zugunsten von beruflichen Aufgaben bereits negative Auswirkungen. Gleichzeitig haben 83 Prozent der Befragten die Erfahrung gemacht, dass flexible Arbeitsbedingungen diese Probleme reduzieren.
Die Antworten zeigen, dass ein Großteil der Befragten an Auswirkungen leidet, die über den herkömmlichen Stress im Büroalltag hinausgehen. Während über die Hälfte (56 Prozent) regelmäßigem Stress ausgesetzt ist, gab ein Drittel (33 Prozent) an, gesundheitliche Probleme zu haben. 35 Prozent der Befragten gaben an, bereits schon einmal Urlaube aufgrund beruflicher Verpflichtungen abgesagt zu haben. Bei mehr als einem Viertel der Befragten (27 Prozent) hat ihr berufliches Engagement bereits zu Beziehungsproblemen geführt, bei jedem zehnten sogar zu einer Scheidung oder Trennung. 18 Prozent haben bereits einmal schulische Veranstaltungen ihrer Kinder verpasst.
Diese Umfrageergebnisse legen nahe, dass Unternehmen ihren Angestellten zwar flexibles Arbeiten ermöglichen, um das Gleichgewicht von Arbeit und Privatleben zu verbessern, doch in der Praxis wird das zu wenig genutzt. Obwohl 76 Prozent der Unternehmen, in denen die Befragten tätig sind, flexible Arbeitsmodelle anbieten, verbringen sie 74 Prozent ihrer Arbeitswoche an ihrem Schreibtisch.