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Mode in und nach der Pandemie : Nicht Jacke wie Hose

Bild: Picture-Alliance

Seit Corona kleiden sich viele Berufstätige lässiger. Ist doch egal, ob sie in Hemd, Bluse oder Schlabberpulli zu Hause sitzen. Viel Stoff für Diskussionen – denn es geht keineswegs nur um Äußerlichkeiten.

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          Lohnt es sich, das gebügelte Hemd anzuziehen, wenn ich allein vor dem Computer lümmele und auf keiner Videokachel erscheine? Es lohnt sich, haben der amerikanische Sozialpsychologe Adam D. Galinsky und der Organisationspsychologe Hajo Adam, der mittlerweile in England forscht und lehrt, in einer Studie herausgefunden und dazu einen Begriff geprägt: Enclothed cognition. Das spielt auf „embodied cognition“ an, also auf die Wechselwirkungen von Körper und Geist.

          Benjamin Fischer
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Ursula Kals
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.

          Den Wissenschaftlern ging es darum, zu zeigen, wie sich unsere Kleidung auf das Denken auswirkt. Ein Experiment an der Northwestern University in Evanston in Illinois illustriert das Phänomen gut: Studenten sollten Aufgaben lösen, die Konzentration und Reaktionsvermögen erforderten. Eine Gruppe zog dazu weiße Arztkittel an, die andere Gruppe trug Alltagskleidung.

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