https://www.faz.net/-gyl-8686w

Mobiles Arbeiten : Digital Natives fühlen sich mitunter überfordert

Mobiles Arbeiten: Fluch und Segen zugleich. Bild: dpa

Für Arbeitnehmer sind Internet und Smartphone Fluch und Segen zugleich. Viele schätzen digitales Arbeiten, fühlen sich aber zugleich überfordert. Sogar die ganz Jungen.

          1 Min.

          Die Generation der „Digital Natives“ ist mit Computer, Handy und Internet aufgewachsen. Die heute 14 bis 29 Jahre alten Jugendlichen und jungen Erwachsenen schätzen die Vorteile des mobilen Arbeitens durch das Internet sehr. Trotzdem fühlt sich noch jeder Fünfte den Anforderungen nicht immer gewachsen. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag der Deutschen Bank, deren Ergebnisse FAZ.NET vorab vorliegen. Knapp 40 Prozent der jungen Menschen halten sich daher durch Fortbildungen auf dem Laufenden.

          Nadine Bös
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          Rund zwei Drittel der jungen Befragten finden, dass digitales Arbeiten generell eine Erleichterung für sie bedeutet. Das heißt aber nicht, dass sie dem mobilen Arbeiten unkritisch gegenüberstehen. Ebenfalls zwei Drittel der Umfrageteilnehmer zwischen 14 und 29 glaubt, dass sie weniger zeitliche Flexibilität haben als früher. Kein Wunder: Die junge Generation ist ständig erreichbar, 67,4 Prozent sagen, dass sie für die Kollegen sogar jederzeit verfügbar sind.

          Erstaunlicherweise empfinden aber nur wenige junge Menschen Stress durch die ständige Erreichbarkeit. Nur etwas weniger als 20 Prozent der 14-29-Jährigen antwortet, dass Smartphone, Tablet und Co ihren beruflichen Stresss erhöhen. Auch befürchten nur sehr wenige, dass Roboter irgendwann ihren Arbeitsplatz überflüssig machen könnten.

          Mittlerweile besitzt fast jeder Jugendliche und junge Erwachsene ein Smartphone (90 Prozent) und fast die Hälfte der Befragten ein Tablet. Fast 70 Prozent der jungen Befragten sagten, dass sie den Tag über fast permanent online seien.

          Über alle Altersgruppen hinweg sind aber noch deutlich mehr Menschen von der Digitalisierung der Arbeitswelt überfordert. Insgesamt glauben 34 Prozent der Befragten, nicht gut für die technischen Anforderungen gerüstet zu sein, die der Wandel der Arbeitswelt mit sich bringt. Der Fortbildungswille ist über die Altersgruppen hinweg ebenfalls noch stärker als bei den jungen Menschen: 45 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen mehr über neue Technologien lernen.

          Für die repräsentative Befragung hat TNS Infratest rund 1000 Menschen ab 14 Jahren befragt, darunter waren etwas mehr als die Hälfte berufstätig.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Atomkraft: Zu Unrecht undiskutabel?

          Energiewende unter der Ampel : Die Atom-Diskussion wagen

          Die Energiewende ist kein einfaches Unterfangen. Die Ampel möchte vermehrt auf erneuerbare Energien setzen, aus Gründen des Klimaschutzes. Eine andere Energiequelle fällt aus der Diskussion.
          Angela Merkel auf ihrem wohl letzten EU-Gipfel

          EU-Streit mit Polen : Keine Lösung, aber auch kein Eklat

          Angela Merkel hat in ihren 16 Jahren als Kanzlerin etliche Konflikte auf EU-Gipfeln erlebt. Bei ihrem wohl letzten Auftritt auf europäischem Parkett bringen ihre Vermittlungsversuche im Konflikt mit Polen keine konkreten Fortschritte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.