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Vorstände ohne Frauen : Merkel: „Das ist ein Zustand, den kann man nicht vernünftig finden“

  • Aktualisiert am

Merkel am Mittwoch während der Fragerunde im Bundestag Bild: AFP

Nach wie vor gibt es börsennotierte Unternehmen ohne eine Frau im Vorstand. Kanzlerin Angela Merkel hält das für „absolut unzureichend“. Eine Einigung über eine mögliche Quote brauche aber noch Zeit.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich für eine Ausweitung der Frauenquote in Dax-Unternehmen einsetzen. Sie sei mit Frauenministerin Franziska Giffey im Gespräch, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag in Berlin. „Ich halte es für absolut unzureichend, dass es immer noch börsennotierte Unternehmen gibt, in denen nicht eine einzige Frau im Vorstand sitzt. Das ist ein Zustand, den kann man nicht vernünftig finden.“

          Auch bei der Einführung einer Frauenquote für Aufsichtsräten in Dax-Unternehmen habe man genügend Kandidatinnen gefunden. Merkel wollte sich nicht festlegen, wann die große Koalition eine Einigung finden werde. Sie brauche noch etwas Zeit. „Aber ich kenne meine Grenzen der Amtszeit“, sagte sie in Anspielung auf ihre Ankündigung, 2021 nicht abermals bei den Bundestagswahlen anzutreten.

          Giffey 30-Prozent-Quote ausdehnen

          Giffey hatte eine gesetzliche Quote für einen Mindestanteil von Frauen in bestimmten Unternehmensvorständen vorgeschlagen. Danach soll der Vorstand eines börsennotierten und zugleich paritätisch mitbestimmten Unternehmens künftig mit wenigstens einer Frau besetzt sein, wenn er mehr als drei Mitglieder hat.

          Sie will zudem die seit 2015 vorgeschriebene 30-Prozent-Quote für Frauen in bestimmten Aufsichtsräten von bisher gut 100 auf rund 600 Unternehmen der Privatwirtschaft ausdehnen. Inkrafttreten sollen die neuen Vorschriften zum 1. Mai 2021.

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