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Mario-Kart und Quarantinis : Wie Chefs ihre Mitarbeiter im Homeoffice motivieren

Kein Kollege weit und breit: Viele Mitarbeiter drohen im Homeoffice zu vereinsamen. Bild: dpa

Seit Monaten arbeiten Hunderttausende Deutsche von zuhause. Damit sie nicht den sozialen Anschluss verlieren, lassen sich die Unternehmen einiges einfallen. Eine Auswahl.

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          Sein Kollege vermisste das Bürorauschen: das Klingeln der Telefone, die Gespräche auf dem Flur, das Räuspern des Sitznachbarn, erzählt Kristofer Gullard Lindgren von der Stockholmer Werbeagentur Familjen. Deshalb bat er seine Mitarbeiter, ob sie sich nicht in eine Telefonkonferenz einwählen könnten – sie brauchten auch gar nichts zu sagen, sollten nur weiterarbeiten und so für die gewohnten Hintergrundgeräusche sorgen. Es war April, und selbst in Schweden hatten die meisten Unternehmen ihren Mitarbeitern empfohlen, von zu Hause zu arbeiten. Lindgrens Kollege war einsam.

          Sarah Obertreis
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Lindgren und die anderen machten sich erst über die Bitte des Kollegen lustig, dann wurden sie nachdenklich: Nicht nur in Schweden, auf der ganzen Welt arbeiteten die Menschen ja nun von zu Hause, der Kollege war bestimmt nicht der Einzige, der die Geräusche des piependen Druckers vermisste. Lindgrens Agentur kontaktierte eine Gruppe von Sounddesignern und heraus kam eine Website, deren Erfolg alle überraschte. Mehr als zwei Millionen Menschen haben „Sound of Colleagues“ seit April besucht.

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