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Leichterer Studienzugang : CDU will Belohnung für Bundesfreiwillige

  • Aktualisiert am

Freiwilliger Dienst. Und demnächst zur Belohnung ein leichterer Studienzugang? Bild: dpa

Wer sich im Bundesfreiwilligendienst oder als freiwilliger Wehrdienstleistender engagiert hat, soll einen Bonus bei der Studienplatzvergabe bekommen. So will es jedenfalls der CDU-Generalsekretär Gröhe.

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          Junge Frauen und Männer, die am Bundesfreiwilligendienst teilgenommen haben  (“Bufdis“) oder als freiwillig Wehrdienstleistende tätig waren, sollen nach dem Wunsch von CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe bei der Studienplatzvergabe künftig besonders  berücksichtigt werden.

          Es gebe einen „weiten Spielraum der einzelnen Hochschule bei der Studienplatzvergabe“, sagte Gröhe  der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). Bei der Vergabe von beispielsweise Medizin-Studienplätzen sollte es nicht allein um Zehntelpunkte bei der Abiturnote gehen. „Vielmehr sollte hier auch ein Freiwilligendienst im Krankenhaus oder im Sanitätsdienst Berücksichtigung finden“, so Gröhe.

          Ein entsprechender Appell an die Universitäten könnte in das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU für die Bundestagswahl einfließen, heißt es in der CDU.

          Im Naturschutz oder in der Pflege arbeiten

          Den Bundesfreiwilligendienst gibt es seit Mitte 2011. Er startete mit der Aussetzung der Wehrpflicht und soll im sozialen Sektor die Lücken schließen, die durch den Wegfall des Zivildienstes entstehen. Der Start verlief zunächst etwas holprig, doch von Herbst 2011 an wurde das Angebot gut angenommen. Rund 35.000 Stellen für Bufdis gibt es in Deutschland; der Bewerberandrang war zeitweise sogar deutlich größer als erhofft.

          Die Freiwilligen können in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten: im Naturschutz, mit Kindern, Behinderten, Kranken und Pflegebedürftigen, aber auch in Theaterprojekten, in Jugendzentren oder als Hausmeister. Die Stellen verteilen sich unterschiedlich auf die einzelnen Bundesländer. Einwohnerreiche Länder bieten in der Regel die meisten Stellen an.

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