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Ländergesundheitsminister : Sprachtest für ausländische Ärzte soll Pflicht werden

  • Aktualisiert am

Künftig sollen ausländische Ärzte Deutschkenntnisse nachweisen. Bild: dpa

Zwischen den Jahren 2000 und 2012 hat sich die Zahl der ausländischen Ärzte in Deutschland mehr als verdoppelt. Viele sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, nicht über genügend Deutschkenntnisse zu verfügen. Nun soll ein einheitlicher Sprachtest Pflicht werden.

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          Ausländische Ärzte in Deutschland sollen künftig einen einheitlichen Sprachtest machen - dafür haben sich die Länder-Gesundheitsminister einstimmig ausgesprochen. Für Wohl und Schutz der Patienten seien „ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache unerlässlich“, erklärten die Gesundheitsminister auf ihrer am Donnerstag beendeten Konferenz (GMK) in Potsdam. „Diese Entscheidung sichert ein Mehr an Vertrauen und vor allem ein Mehr an Patientensicherheit“, sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD) über den Beschluss.

          Die Vereinbarung, deren Eckpunkte bis zum nächsten Treffen 2014 erarbeitet werden sollen, gilt zunächst für akademische Heilberufe - also auch für Zahnärzte, Apotheker und Psychotherapeuten. Eine Sprachtest-Regelung für ausländische Pflegekräfte wurde dagegen nicht getroffen, obwohl Deutschkenntnisse auch für sie unabdingbar seien, sagte Saarlands Gesundheitsminister Andreas Storm (CDU). Anders sei eine „menschenwürdige“ Betreuung nicht zu gewährleisten.

          Ausländische Ärzte stopfen Teil der Versorgungslücke

          In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärzte und Pfleger. Allein die Zahl auswärtiger Mediziner stieg von 2000 bis Ende 2012 bundesweit von fast 15.000 auf rund 33.000. Sie stopfen einen Teil der gesundheitlichen Versorgungslücke, die besonders auf dem Lande klafft. Mancherorts gibt es nicht einmal einen Hausarzt, wie Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) berichtete.

          Um die medizinische Versorgung zu verbessern, sollen bestimmte ärztliche Tätigkeiten künftig auch von Nicht-Medizinern ausgeführt werden dürfen. In manchen Bundesländern gibt es bereits entsprechende Pilotprojekte - etwa das Projekt „Agnes“ in Brandenburg, wo Krankenschwestern neben kleineren medizinischen Aufgaben auch beim Kontakt mit Krankenkassen und der Nachbereitung von Klinikaufenthalten helfen.

          Auch die Telemedizin und die ambulante Versorgung in Kliniken soll ausgebaut werden, um den Auswirkungen der demografischen Entwicklung und dem Fachkräftemangel zu begegnen.

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