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Freiheit oder Frust : Gibt es im Homeoffice eine Arbeitszeitgrenze?

  • -Aktualisiert am

Gemütlich? Wenn die Arbeitszeiten ausufern vielleicht nicht immer! Bild: obs

Immer mehr Menschen arbeiten zu Hause, im Café oder unterwegs. Was nach viel Freiheit klingt, bedeutet manchmal auch: überlange Arbeitszeiten. Gibt es einen Schutz? Die Rechtskolumne „Mein Urteil“.

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          Mobiles Arbeiten – im Café, Homeoffice oder unterwegs – soll Arbeitnehmern mehr Freiheit bieten. Sie sind nicht mehr an einen Arbeitsplatz und starre Zeiten gebunden. Sorgt im klassischen Arbeitsverhältnis das Gesetz für Erholungsphasen, müssen mobile Mitarbeiter Grenzen selbst setzen. Oder darf der Betriebsrat intervenieren?

          Viele verbinden mit mobilem Arbeiten Freiheit und Familienzeit, aber es kann auch zu Stress, Ermüdung und Gesundheitsschäden führen. Um das zu vermeiden, gibt das Arbeitszeitgesetz Ruhezeiten, eine werktägliche Arbeitszeit von acht Stunden und eine Höchstarbeitszeit von zehn Stunden vor. Aber kann bei mobilen Arbeitsplätzen die Arbeitszeit eingegrenzt und kontrolliert werden?

          Auch dort können Betriebsräte (und einsichtige Arbeitgeber) dafür sorgen, dass Überlastung und Burnout nicht zum Begleiter kurzsichtiger Selbstausbeutung werden. Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht beim Arbeitszeitrahmen.

          Da das Arbeiten außerhalb von Betriebsgebäuden die betriebliche Ordnung betrifft, kann er verlangen, dass die berufliche Nutzung von Smartphones, Computern und Co. nach bestimmten Uhrzeiten blockiert wird.

          Der Arbeitgeber muss darüber verhandeln, will er nicht, dass eine Einigungsstelle Regeln setzt. Benötigt er Arbeitsleistungen außerhalb der betriebsüblichen Zeiten, kann er einen Antrag beim Betriebsrat stellen. Der wird zustimmen, wenn er gut begründet ist.

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