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Arbeiten an Sehnsuchtsorten : Mit dem Steinmetz auf den Dom

Touristenmagnet: Der Kölner Dom zieht jedes Jahr rund 6 Millionen Besucher an. Bild: dpa

Sebastian Becker hat einen Großteil seines Lebens dem Kölner Dom gewidmet und kennt ihn wie kaum ein anderer. Ein Arbeitstag an der dritthöchsten Kirche der Welt.

          5 Min.

          Wenn Sebastian Becker auf der Kölner Domplatte steht, zwischen Passanten, Pendlern, Demonstranten, Bettlern, Touristen und Straßenkünstlern, dann geht es ihm wie den meisten: Der Blick richtet sich wie automatisch nach oben auf die riesige, steinerne Kathedrale mit den zwei Türmen, das Wahrzeichen der Stadt. Weggucken – fast unmöglich.

          Nadine Bös

          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          Aber Sebastian Becker guckt anders hin. Da wäre zum Beispiel der rechte der beiden steinernen Wasserspeier an der Nordfassade, der die Form eines in der Hocke sitzenden Teufels hat. Den hat er gemacht. Kopiert vom Original, in monatelanger Arbeit. Sein Werk. So wie unzählige Verzierungen, Verstrebungen, Ornamente und Kreuzblumen. So viele sind es in seinen 28 Jahren Arbeit als Steinmetz für die Dombauhütte geworden, dass er nicht mehr sagen kann, welche Einzelteile des Doms genau schon durch seine Hände gegangen sind, um sie zu restaurieren oder – wenn Wind und Wetter zu viel zerstört hatten – aus blankem Stein neu herzustellen.

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