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Kleines Arbeitszimmer : Die Homeoffice-Nöte des SAP-Chefs

  • Aktualisiert am

Christian Klein Ende Januar 2020 in Walldorf Bild: dpa

Im Nachhinein hätte er sich zuhause lieber in einem größeren Zimmer eingerichtet, sagt Christian Klein. Einige bisherige Arbeitsgewohnheiten dürften sich durch die Krise derweil verändern.

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          Der Chef des Software-Konzerns SAP, Christian Klein, ist mit seinem Homeoffice-Arrangement unglücklich. „Hätte ich gewusst, dass ich einmal so viel Zeit im Homeoffice verbringen würde, hätte ich mich für ein größeres Zimmer entschieden“, sagte er dem „Mannheimer Morgen“ vom Donnerstag. „Mein aktuelles ist tatsächlich zehn Quadratmeter groß.“

          Womöglich kann Klein aber auf Besserung hoffen: „Ich habe schon mit meiner Frau verhandelt, ob ich vielleicht umziehen darf“, berichtete der Manager. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass die Corona-Pandemie auch langfristig manche Gewohnheiten in der Arbeitswelt verändern könnte. „Wir brauchen für die Zeit nach der Krise einfach eine bessere Mischung“, sagte er.

          „Man muss sich schon fragen, ob es sinnvoll ist, für jedes firmeninterne Treffen um die Welt zu fliegen. Oder wirklich jede Veranstaltung zu besuchen.“ Die Zeit lasse sich effizienter nutzen, „wenn man nicht zu jeder Gelegenheit in den Flieger steigt“, befand Klein.

          Der 39 Jahre alte Manager war zunächst Teil einer Doppelspitze mit Jennifer Morgan. Nach einem halbem Jahr wurde das Konstrukt im April jedoch überraschend aufgelöst. Seitdem fungiert Klein als alleiniger Vorstandsvorsitzender. Die 49 Jahre alte Amerikanerin bekommt für ihr Vertragsende dem Konzern zufolge eine Entschädigung von 15 Millionen Euro.

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