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Erfolgreich Reden halten : So klappt’s auch mit dem Vortrag

Der Schluss muss ins Mark gehen

Wie Sie Ihre Rede, Ihren Vortrag, Ihre Präsentation beenden, entscheidet maßgeblich darüber, wie Ihre Zuhörer Sie in Erinnerung behalten. Auch hier sollten Sie sich also genau überlegen, was Sie sagen wollen, damit Sie sich nicht in Worthülsen verlieren wie: „Damit komme ich zum Schluss.“ Oder: „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“ Der letzte Satz müsse richtig ins Mark gehen, sagt Kommunikationsberater Gerharz. Denkbar sei, mit einem Appell zu enden, mit einem Versprechen, auch mit einer Frage. Beispiel gefällig:

„Also seien Sie sich bewusst, was Sie unserer Natur jeden Tag antun.“

„Schenken Sie mir Ihre Stimme.“

„Investieren Sie in unser Start-up.“

Sie können auch Ihre Kernaussage noch einmal auf den Punkt bringen oder eine Klammer schaffen zu Ihrem Einstieg – Hauptsache, Sie machen sich einen spannenden Vortrag nicht durch ein schwaches Ende wieder kaputt.

Anschaulich zum Punkt kommen

Noch so eine Herausforderung, vor der Fachleute auf ihrem Gebiet stehen: Es fällt ihnen schwer, sich verständlich auszudrücken. Man spricht auch vom „Fluch des Wissens“, wenn jemand sich nicht mehr vorstellen kann, wie es war, als man selbst noch nicht durchdrungen hatte, worüber man heute selbstverständlich in aller Öffentlichkeit spricht. Also: Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Thema für die Menschen, die vor Ihnen sitzen, möglicherweise komplett neu ist. Das bedeutet nicht, dass Ihr Thema nicht komplex sein darf. Wichtig ist aber, dass Sie in einfachen Sätzen sprechen und Abkürzungen und Fachausdrücke vermeiden – zumindest, wenn Sie nicht gerade auf einer Fachtagung sprechen. Bauen Sie auch immer wieder Beispiele und sprachliche Überleitungen ein, damit jeder im Saal weiß, an welchem Punkt Ihrer Argumentation Sie gerade sind. Wenn die Leute Ihnen nicht mehr folgen können, haben Sie sie verloren.

Powerpoint in kleinen Dosen

Das dürfte jeder schon mal erlebt haben: Eine schaurige Powerpoint-Präsentation mit viel zu vielen Folien, viel zu viel Text, unterschiedlichen Schrifttypen, unverständlichen Grafiken und verpixelten Bildern. „Death by powerpoint (and how to fight it)“ – zu Deutsch: „Tod durch Powerpoint (und wie man ihn verhindern kann)“, heißt eine der weltweit bekanntesten Präsentationen des russischen Beraters Alexei Kapterev. Er will damit nicht sagen, dass man für seinen Vortrag keine Folien verwenden darf. Er plädiert aber dafür, dass man sich gut überlegen sollte, wofür man sie einsetzt. Was nach Ansicht vieler Fachleute sogar kontraproduktiv ist, sind Folien, die die wichtigsten Aspekte stichwortartig zusammenfassen. Gerharz sagt: „Die Menschen fangen automatisch an zu lesen, und niemand hört Ihnen mehr zu.“ Besser ist es – wenn überhaupt – vereinzelt, Bilder, Videos oder leicht verständliche Statistiken an die Wand zu werfen, die zum besseren Verständnis des Themas beitragen. Ted-Veranstalter Chris Anderson sagt sogar: Ein Drittel der beliebtesten Ted-Vorträge kommt sogar ohne jedes technische Hilfsmittel aus.

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