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IW-Studie : Deutschland fehlen 300.000 MINT-Fachkräfte

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Derzeit sind laut der Studie rund 1,9 Millionen zugewanderte MINT-Kräfte in Deutschland erwerbstätig. Bild: dpa

In naturwissenschaftlichen und technischen Berufen suchen Unternehmen teilweise händeringend nach Mitarbeitern. Ohne Zuwanderung sähe die Lage noch viel schlimmer aus.

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          Der Mangel an Fachkräften mit naturwissenschaftlichen und technischen Berufen bleibt in Deutschland einer Studie zufolge groß. Im April fehlten 311.300 Arbeitskräfte im sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), geht aus der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag mehrerer Arbeitgeberverbände hervor. „Damit erreicht die Lücke einen der höchsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen vor acht Jahren“, hieß es zu der zweimal jährlich erstellten Studie.

          Ohne das hohe Beschäftigungswachstum unter Ausländern würden heute zusätzlich 209.300 Kräfte fehlen und die Lücke insgesamt über eine halbe Million betragen, sagte IW-Experte Axel Plünnecke. „In akademischen Berufen profitiert Deutschland vor allem von Zuwanderern aus Drittstaaten, in Facharbeiterberufen von Zuwanderung aus der EU.“

          „Einwanderungsgesetz dringend notwendig“

          Derzeit seien rund 1,9 Millionen zugewanderte MINT-Kräfte in Deutschland erwerbstätig. Sie trügen mit rund 186 Milliarden Euro pro Jahr zur Wertschöpfung bei. „In den kommenden Jahren steigt der demografische Ersatzbedarf stark an, so dass die Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung weiter zunehmen“, sagte Plünnecke.

          Ein Gesetz zur qualifizierten Einwanderung sei daher überfällig und dringend notwendig, sagte der Vorstandsvorsitzende der von Wirtschaftsverbänden und Unternehmen getragenen Initiative „MINT Zukunft schaffen“, Thomas Sattelberger. „Wir sind weiterhin und immer mehr auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und unseren Wohlstand zu sichern.“

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