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IT-Fachkräfte : Gesucht und oft gut bezahlt

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Ein Informatiker kontrolliert einen Server. Bild: dpa

IT-Fachkräfte sind begehrt wie selten. Doch nicht jeder, der in diesem Bereich arbeitet, verdient sich automatisch eine goldene Nase: Die Gehälter unterscheiden sich teilweise erheblich, zeigt eine neue Studie.

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          „Der Mangel an IT-Experten bedroht die Wettbewerbsfähigkeit unserer gesamten Wirtschaft“. Bitkom-Präsident Achim Berg ist mit solchen Warnungen nicht alleine, wenn es mal wieder um den Fachkräftebedarf der deutschen Unternehmen auf diesem Gebiet geht. Mit derlei Schreckensszenarien geht zumeist allerdings auch der Verweis auf die exzellenten Karrieremöglichkeiten einher – sofern man ein Faible für Informatik hat und eine gute Ausbildung in diesem Bereich mitbringt. Wobei letzteres nur noch eingeschränkt gilt, seitdem sich (vor allem im Bereich der Programmierer) immer mehr Quereinsteiger auf dem Markt tummeln.

          Besonders lukrativ in Sachen Einkommen ist einer Analyse der Hamburger Vergütungsberatung Compensation Partner die Rolle des IT-Beraters, dicht gefolgt von Sicherheitsfachleuten (siehe Grafik). Die gute Bezahlung dieser beiden Positionen erklärt sich mit der zunehmenden Sorge von Unternehmen, Opfer eines Hackerangriffs zu werden und natürlich der Notwendigkeit, die Digitalisierung für das eigene Geschäft bestmöglich zu nutzen.

          Wie attraktiv ist die Ausbildung?

          Entsprechend gut bezahlt werden auch Softwareentwickler. Vergleichsweise wenig verdient vor allem, wer sich mit den Nöten der Kunden auseinandersetzt. So bildet der sogenannte „1st Level Support“, also all jene, die sich um die täglichen IT-Schwierigkeiten der Endnutzer kümmern, das Schlusslicht der Gehaltsrangliste.

          Besser steht der „3rd Level Support da, der allerdings auch komplexere Aufgaben übernimmt. Hier geht es weniger um Kundenkontakt, als um die Lösung noch unbekannter Probleme. Der „2nd Level Support“ pflegt etwa die Datenbanken, auf die der „1st Level Support“ bei seiner Arbeit als schneller Problemlöser zurückgreift.

          Für die Studie wurden 1509 Datensätze von 170 IT-Unternehmen sowie 10.564 Datensätze aus der Direktbefragung von Fach- und Führungskräften ausgewertet. Während Mitarbeiter mit Doktortitel im Durchschnitt deutlich mehr verdienen als ihre nicht promovierten Kollegen, zeigt sich, dass auch Angestellte, die „nur“ eine Berufsausbildung vorweisen können mit im Schnitt knapp 52.000 Euro brutto im Jahr nicht weit hinter Bachelorabsolventen rangieren. Wer noch seinen Meister macht, verdient im Schnitt sogar besser.

          Führungskräfte können derweil auch in kleineren Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten auf ein sechsstelliges Gehalt hoffen. Den im Schnitt 105.946 Euro stehen 143.252 Euro in Betrieben mit mehr als 1001 Beschäftigten gegenüber. Als besonders gut zahlende Branchen haben die Studienautoren indes die Biotechnologie-Branche sowie die Halbleiterindustrie und den Maschinenbau identifiziert. Auch Banken und Software-Unternehmen locken mit überdurchschnittlichen Gehältern, während der Einzelhandel, aber auch Krankenhäuser mit Blick auf das zu erwartende Gehalt im Schnitt eher schlechter dastehen.

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