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Interimsmanagement : Mehr Zeitarbeit in der Chefetage erwartet

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Hilfe, wenn es dringend ist Bild: fotolia.com

Interimsmanager springen ein, wenn plötzlich ein Vorstandsvorsitzender entlassen wird oder bei einem wichtigen Projekt Unterstützung benötigt wird. Die Experten sind gefragt, behauptet eine Studie ihres Verbandes.

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          Deutsche Unternehmen greifen vielfach auf die Dienste von Kurzzeitmanagern zurück. Laut einer Analyse der Dachgesellschaft Deutscher Interim Manager (DDIM) und der Universität Eichstätt-Ingolstadt belief sich der Umsatz der mehr als 3300 Interimsmanager hierzulande 2006 auf 489 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2010 soll er auf 750 Millionen Euro steigen. Die Studie, für die 470 Interimsmanager befragt wurden, befasst sich zum ersten Mal umfassend mit diesem Markt. Daher fehlen Vergleichszahlen aus der Vergangenheit.

          Im Schnitt bleiben die Kurzzeitmanager demnach sieben Monate bei einem Einsatz. Sie werden in der Regel nicht von den Unternehmen angestellt, sondern arbeiten auf selbstständiger Basis. Ihr Tageshonorar bewegt sich bei knapp 1000 Euro, Top-Manager mit viel Führungserfahrung können aber auch bis zu 6000 Euro verlangen. „Eine variable, erfolgsabhängige Vergütung wird immer üblicher“, sagte DDIM-Vorstandsvorsitzender Jens Christophers bei der Vorstellung der Studie jetzt in Frankfurt.

          Einen starken Zuwachs verzeichnen laut Christophers Vermittler. 2006 akquirierten die Interimsmanager 67 Prozent ihrer Geschäfte selbst, die übrigen Aufträge liefen über spezialisierte Vermittler und Personalberater - Tendenz steigend. „Die Unternehmen suchen nach Orientierung“, erklärt Christophers. Während Interimsmanager im Ausland über eine lange Tradition verfügen, setzen sie sich in Deutschland erst seit dem Niedergang der New Economy durch.

          Der Bedarf an Interimsmanagern ist in der Vergangenheit jedoch von der Konjunktur abhängig gewesen. Zum Beispiel waren ihre Dienstleistungen 2003 weniger gefragt als 2002 (Interimmanager geringer ausgelastet ).

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