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Krisengewinner Technologie : Auf einmal Corona-Ingenieur

Mitarbeiter der Stadtwerke München installieren an einer Rolltreppe im S- und U-Bahnhof Marienplatz UV-Lampen. Bild: dpa

Viren töten, Aerosole messen, desinfizieren: Einige Nischen der Ingenieurkunst sind gerade gefragt wie nie. Höchst spannend für alle, die sich darin auskennen.

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          Wo Maximilian Weiß ist, da wimmelt es nur so von Ingenieuren. Das fängt bei ihm selbst an, Fachrichtung Chemieingenieurwesen, und geht weiter bei den Mitarbeitern seines Unternehmens. Die von ihm gegründete Palas GmbH aus Karlsruhe beschäftigt unter anderen Elektrotechniker, Maschinenbauer, Informatiker, Spezialisten für Verfahrens- und Messtechnik. Zwar hat sich ihr Berufsleben durch die Corona-Pandemie nicht komplett verändert, aber für einige hat es einen neuen Dreh bekommen. Das große Thema von Palas war zuletzt Feinstaub. Die entwickelten Geräte standen etwa an vielbefahrenen Straßen, sie waren mittendrin in einem großen gesellschaftlichen Thema: Luftverschmutzung in den Städten, überschrittene Grenzwerte, drohende Straßensperrungen.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Uwe Marx
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dann kam Corona. Das Thema führte Palas zurück zu seinen Wurzeln. Aerosole – jene winzigen Partikel in der Luft, die das Virus übertragen können – waren mal seine Kernkompetenz, aber der Feinstaub drängte sie in den Hintergrund. „Wir hatten die Aerosole aus dem Marketing rausgenommen und den Feinstaub rein“, sagt Weiß. Das wurde rückgängig gemacht, inzwischen haben seine Ingenieure neue Produkte entwickelt: Prüfstände für Gesichtsmasken, Geräte zur Messung der Luftqualität in Innenräumen oder von Aerosolen in der Atemluft – die so ähnlich funktionieren wie Alkoholtester. Neue Ingenieure brauchte er dafür nicht, seine hatten genug Expertise. Viel Arbeit an Abenden und Wochenenden habe aber dazugehört. Er selbst hat vor Ort am renommierten KIT studiert, von dort bekommt er personellen Nachschub. Corona-Profiteur würde er sich zwar nicht gerade nennen. Aber er sagt: „Als Arbeitgeber sind wir noch attraktiver geworden.“

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