https://www.faz.net/-gym-9ldd6

Die Karrierefrage : Ingenieur mit Lücken in Mathe – geht das?

  • -Aktualisiert am

Schließt eine Mathe-Schwäche ein Ingenieurstudium kategorisch aus? Bild: Frank Röth

Mathematik ist die Sprache der Ingenieure, aber viele Studienanfänger sprechen sie kaum. Was sich nachholen lässt und wann es problematisch wird.

          5 Min.

          Ein gutes Abitur schützt nicht vor Unwissenheit – das war bei Frederik Heberle nicht anders als bei unzähligen jungen Leuten zwischen Schulabschluss und Beginn des Studiums. Heberle war ziemlich sicher, dass er Ingenieur werden wollte, er informierte sich – und muss heute, einige Jahre später, zugeben: „Ich habe nach dem Abitur nicht gedacht, dass an der Uni so viel Mathe nötig und dass mein Studium so maschinenbaulastig ist.“ Das sagt er als Student im 7. Semester, Studienrichtung Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik, am Karlsruher Institut für Technologie, kurz: KIT.

          Uwe Marx
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Eines jener Kürzel, die in Deutschland für exzellente Ausbildung junger Ingenieure stehen. Heberle, der demnächst seinen Abschluss machen will, hatte – gutes Abi hin oder her – keine idealen Voraussetzungen. In Mathematik, ohne die kein guter Ingenieur vorstellbar ist, war er nicht gerade ein Naturtalent. Am Gymnasium stufte er das Kernfach zum Grundkurs herab, kam auch da eher schlecht als recht über die Runden – und sagt heute trotzdem mit Überzeugung: „Ich bin jetzt froh, so wie es ist.“ Die Frage nämlich, ob eine Mathe-Schwäche – oder wenigstens ein gewisses Mathe-Desinteresse – ein Ingenieurstudium ausschließt, hat er für sich so beantwortet: Nein, das muss nicht sein.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schlittenfahren mit Putin im Jahr 2001: Sitzt Ex-Kanzler Schröder jetzt im Rücksitz hinter Olaf Scholz?

          Entspannungspolitik : Hat die SPD ein Russland-Problem?

          Ein Topos des politisch-medialen Komplexes sagt, die SPD habe ein Russland-Problem. Hat sie eines? Ist der Einfluss des Ex-Kanzlers Schröder so wirkmächtig? Die Befundlage widerrät der Schablone.