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Sabrina Mann ist spezialisiert auf Medizintechnik und beispielsweise im Normenausschuss „Rettungsdienst und Krankenhaus“ tätig. Bild: Andreas Pein

Manager des Regelwerks : Im Dienste der Genauigkeit

Normen gibt es für unzählige Wirtschaftsbereiche. Aber wie entstehen diese Regeln? Und wer arbeitet eigentlich an der „deutschen Genauigkeit“? Ein Besuch im Deutschen Institut für Normung in Berlin.

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          Wenn man so will, schlägt das Herz der deutschen Genauigkeit in einem unscheinbaren roten Klinkerbau in Berlin-Charlottenburg. Solange die Zentrale nahe Tiergarten umgebaut wird, residiert hier das Deutsche Institut für Normung, kurz DIN. Dass viele bei diesen drei Buchstaben spontan an ein weißes Blatt Papier denken, ist keine Schande – dem heutigen Chef des Instituts ging es lange ähnlich. Spätestens seit seinem Amtsantritt im Juli 2016 weiß Christoph Winterhalter aber sehr genau, wie umfassend die Aufgaben des DIN sind: „Als zuständige Normungsorganisation für Deutschland haben wir von der Bundesregierung den Auftrag, das deutsche Normenwerk zu managen.“

          Benjamin Fischer
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seine Organisation hat eine mehr als hundert Jahre lange Geschichte. Längst geht es dabei meist um die Erstellung europäischer oder internationaler Normen. „Weltweite Arbeitsketten brauchen einheitliche Regeln“, sagt der ehemalige Manager des Schweizer Siemens-Konkurrenten ABB. Einheitliche Abmessungen für Papier sind da nur ein vergleichsweise kleines Thema unter vielen. „Unsere 69 Normenausschüsse behandeln alles, was technisch beschrieben werden muss, damit es sicher eingesetzt werden kann“, sagt Winterhalter. Während sich der eine mit Dienstleistungen beschäftigt, kümmern sich andere um Schraubengrößen oder das Bauwesen. Auch über die zulässigen Maße eines Schnullers, damit ein Kleinkind ihn tunlichst nicht verschlucken kann, wird hier debattiert.

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