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Warnung der Industrie : Soll sich der Staat in die Weiterbildung einmischen?

  • Aktualisiert am

Lebenslanges Lernen: Wie stark sollt es verordnet werden? Bild: Rainer Wohlfahrt

Die große Mehrheit der Unternehmen macht ihren Mitarbeitern Weiterbildungsangebote. Das jedenfalls besagen Zahlen des DIHK. Und deshalb findet es die Industrie auch unnötig, dass sich der Staat weiter einmischt.

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          In der Debatte um die Zukunft der Arbeit warnt die Industrie vor neuen politischen Vorgaben für mehr Weiterbildungsangebote in Deutschland. „Neue staatliche Vorgaben würden individuelle Lösungen erschweren“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, der Nachrichtenagentur dpa.

          Der DIHK reagiert damit auf die Ankündigung von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und Forderungen von Verdi-Chef Frank Bsirske. Nahles will, dass die Bundesagentur für Arbeit alle Beschäftigten bei der Qualifizierung berät. Ihr Ziel sei ein Recht auf Weiterbildung, das die Arbeitnehmer auch einlösen können müssten. Bsirske hatte eine Verpflichtung der Unternehmen gefordert, für Weiterbildung in einen Fonds einzuzahlen. Dercks entgegnete: „Die Betriebe in Deutschland wissen, dass gut aus- und weitergebildete Mitarbeiter ein echter Wettbewerbsvorteil sind.“

          In einer DIHK-Umfrage mit rund 11.000 Unternehmensantworten gaben 73 Prozent der Firmen an, Seminare anzubieten, 52 Prozent unterstützen nach eigenen Angaben Fortbildungen für einen Aufstieg etwa zum Meister und 44 Prozent machen Coaching und Mentoring.

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