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Handwerk : In diesen Berufen soll bald wieder die Meisterpflicht gelten

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Beim Fliesenlegen ist Augenmaß gefragt. Bild: dpa

Im Jahr 2004 fiel in mehr als 50 Berufen die Meisterpflicht weg. In einigen Bereichen will die Regierung jetzt umsteuern.

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          Die schwarz-rote Koalition will in einigen Handwerksberufen wie Fliesenleger, Orgelbauer oder Raumausstatter die Meisterpflicht wieder einführen. Das teilten Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann und SPD-Fraktionsvize Sören Bartol am Montag in Berlin mit. „Wir sind davon überzeugt, dass der Meisterbrief im deutschen Handwerk die beste Garantie für Qualitätsarbeit, Verbraucherschutz, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft liefert“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

          Linnemann und Bartol wollen einer Koalitionsarbeitsgruppe vorschlagen, für zwölf Gewerke die Meisterpflicht wieder einzuführen – darunter sind die Berufe Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer. Bestehende Betriebe, die derzeit nicht der Meisterpflicht unterliegen, sollen einen Bestandsschutz erhalten und ihr Handwerk auch weiterhin selbstständig ausüben dürfen.

          Reform soll Anfang 2020 kommen

          Im Jahr 2004 war in mehr als 50 Berufen die Meisterpflicht weggefallen. Mit der Reform der Handwerksordnung wollte die Bundesregierung damals einfachere Tätigkeiten für Selbstständige öffnen. Der Zentralverband des Handwerks dringt seit langem auf eine Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hatte wiederholt vor Marktverzerrungen gewarnt.

          Bei der Wiedereinführung der Meisterpflicht sollen Vorgaben des deutschen Verfassungsrechts und des Europarechts eingehalten werden, betonten Linnemann und Bartol. „Unser Ziel ist mehr Qualität für die Kundschaft und mehr Nachwuchs im Handwerk durch eine bessere Ausbildung.“ Die Änderung der Handwerksordnung soll Anfang 2020 in Kraft, sie Linemann und Bartol.

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