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Trotz Förderung : In der Finanzbranche bleiben Frauen unterrepräsentiert

  • Aktualisiert am

Immer noch nicht reich an weiblichen Mitarbeitern: die Finanzbranche Bild: Maximilian von Lachner

Auch wenn Banken und Versicherungen sich angeblich bemühen, mehr Frauen einzustellen und zu befördern: So richtig klappt das dieser Umfrage zufolge noch nicht.

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          Der Trend ist eindeutig: Unternehmen quer durch alle Branchen sind bemüht, mehr Frauen einzustellen und Frauenkarrieren bis hoch in die Chefetage voranzubringen. Davon versprechen sie sich mehr Vielfalt und - im Wettstreit um gute Talente - eine größere Rekrutierungsbasis. Manchen Branchen gelingt es besser als anderen, sich für mehr Frauen zu öffnen. Eine neue Studie aus der Feder der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC, die FAZ.NET exklusiv vorliegt, zeigt jetzt: Der Finanzbranche gelingt es besonders schlecht.

          Zwar haben fast alle Unternehmen (91 Prozent) spezielle Einstellungsprogramme für mehr Vielfalt. Doch verzeichnet lediglich knapp ein Drittel der Unternehmen einen Anstieg weiblicher Bewerber. Unter den Frauen in der Finanzbranche sind mehr als die Hälfte der Meinung, ihr Unternehmen rede zwar über Vielfalt am Arbeitsplatz, schaffe aber nicht die gleichen Möglichkeiten für alle. Für die Umfrage hat PWC 276 Arbeitnehmer aus der Finanzbranche befragt. Für die Arbeitgeberseite gaben 55 Unternehmensvertreter für die Studie Auskunft.

          Fast 30 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen sagen, die Finanzbranche stelle immer noch bevorzugt Männer ein. Auch wenn Frauen ebenso viel Berufserfahrung hätten wie ihre männlichen Kollegen, würden Stellen doch häufiger an Männer vergeben. Auch würden Männer häufiger befördert. Insgesamt sagen in der Finanzbranche rund ein Drittel der Befragten, die Maßnahmen zur Frauenförderung zeigten überhaupt keinen Effekt. Zum Vergleich: In anderen Branchen sind nur 29 Prozent dieser Meinung.

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