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Fachkräfte fehlen : Erzieher verzweifelt gesucht

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Während es bei Stellenausschreibungen in anderen Berufen durchschnittlich elf Bewerbungen gibt, sind es bei Erzieherstellen nur fünf. Bild: dpa

Die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Gebraucht werden aber erheblich mehr, zeigt eine neue Studie, doch es hakt an einigen Stellen.

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          Der Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern wird einer Studie zufolge weiter steigen. Hauptursachen dafür seien die zuletzt wieder gestiegene Geburtenzahl, der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren und der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Dabei sind schon heute Fachkräfte in diesem Bereich knapp und offene Stellen schwer zu besetzen, wie aus einer am Dienstag in Nürnberg veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht.

          In Deutschland sind rund 700.000 Erzieherinnen und Erzieher sozialversicherungspflichtig beschäftigt. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl um ein Drittel gestiegen. Daten des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit zeigen der Studie zufolge allerdings, dass sich Arbeitgeber sehr schwer tun, qualifiziertes Personal zu finden.

          „Spürbar und schnell gegensteuern“

          Während es bei Stellenausschreibungen in anderen Berufen durchschnittlich elf Bewerbungen gibt, seien es bei Erzieherstellen nur fünf. Die Personalsuche dauert überdurchschnittlich lange, wie die Studie zeigt: So vergehen im Durchschnitt mehr als 100 Tage zwischen dem Beginn der Suche durch den Arbeitgeber und dem Arbeitsbeginn der eingestellten Person. Die Besetzung dauert bei anderen Berufen im Schnitt weniger als 90 Tage.

          Mittlerweile stünden die Arbeitgeber insbesondere mit Blick auf Kitas, Ganztagschulen oder Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe vor ähnlichen Schwierigkeiten wie im Gesundheits- und Pflegesektor. Ähnlich wie es in diesem Bereich versucht werde, müsse die Politik auch mit Blick auf die Erzieher „spürbar und schnell gegensteuern“, so Studienautorin Anja Warning.

          Qualität der Bildungsarbeit in Gefahr

          Der weitere Ausbau der Kinderbetreuung und das relativ hohe Alter der Erzieherinnen dürften den Bedarf an Fachkräften noch weiter steigern. Der Beruf und die Erzieher-Ausbildung müssten dringend attraktiver werden, um das Angebot an Fachkräften deutlich zu erhöhen, sagte Warning. Ansatzpunkte seien die Vergütung des bislang unbezahlten schulischen Ausbildungsanteils und mehr Möglichkeiten zum Quereinstieg.

          Darüber hinaus sei es wichtig, die Arbeitsbedingungen im Beruf zu verbessern. „Unbesetzte Stellen bringen besonders hohe Belastungen mit sich“, erklärte Warning. Personalmangel gefährde außerdem die Qualität der Bildungsarbeit in den Kitas.

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